TradingKey – Stand 17. September US-Ostküstenzeit: Angetrieben von den jüngsten positiven Äußerungen Jensen Huangs zur Nachfrage nach KI-Chips eröffnete die Aktie von Nvidia (NVDA) höher, legte weiter zu und schloss mit einem Plus von 2,54 % bei 219,34 US-Dollar, womit sie ihren Rücksetzer seit dem 8. September beendete.
Nvidia-CEO Jensen Huang erklärte am 17. September auf einem KI-Gipfel in Schottland, das Unternehmen erwarte, dass sich das Absatzvolumen an Chips im kommenden Jahr gegenüber diesem Jahr verdoppeln werde. Er betonte, dass KI in verschiedenen Branchen und Volkswirtschaften einen immer deutlicheren Mehrwert schaffe und zahlreiche Länder weltweit weiterhin ihre KI-Investitionen aufstocken wollen. Obwohl Nvidia keine konkreten Absatzzahlen für Chips nannte, geht das Management davon aus, dass die Nachfrage nach KI-Hardware im kommenden Jahr weiterhin rasant wachsen wird.
Bemerkenswert ist, dass Nvidia zuvor prognostiziert hatte, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2028 immer noch um etwa 70 % wachsen würde, und ausdrücklich betonte, dass diese Prognose unter Berücksichtigung von Lieferengpässen erstellt wurde – was darauf hindeutet, dass die tatsächliche Kundennachfrage das derzeit lieferbare Volumen übersteigen könnte.
Zudem entwickelt sich die Vera Rubin der nächsten Generation zu einer wichtigen Stütze für die nächste Wachstumsphase des Unternehmens. Die neuesten MLPerf-Benchmark-Ergebnisse von Nvidia zeigen, dass die Vera Rubin NVL72 bei bestimmten KI-Inferenzaufgaben einen bis zu 3,7-mal höheren Durchsatz als die GB300 NVL72 erzielt. Für Rubin hat die Serienproduktion begonnen, und da die neue Plattform schrittweise die Nachfolge von Blackwell antritt, dürfte das Unternehmen weiterhin von den Investitionsausgaben großer Cloud-Hyperscaler, KI-Modellentwickler und staatlicher KI-Projekte profitieren.
Für den Aktienkurs von NVDA tragen die Aussagen von Huang dazu bei, jüngste Sorgen am Markt über einen Höhepunkt der KI-Investitionen zu zerstreuen. Ob die Aktie ihren Aufwärtstrend jedoch fortsetzen kann, hängt von zwei Schlüsselfaktoren ab: erstens davon, ob das Angebot an GPUs und Advanced Packaging die Nachfrage decken kann, und zweitens von der Profitabilität. Aufgrund rasch steigender Speicherkosten rechnet Nvidia für das dritte Quartal mit einer Bruttomarge von rund 74 %, die im vierten Quartal auf 71 % bis 72 % sinken könnte. Selbst wenn die Absatzzahlen künftig deutlich zulegen, wird der Markt folglich darauf konzentriert bleiben, ob sich das Umsatzwachstum auch in ein ebenso starkes Gewinnwachstum übersetzen lässt.

Wochenchart des Nvidia-Aktienkurses, Quelle: TradingView
Beim Blick auf den Wochenchart von Nvidia ergibt das Verbinden der Kerzentiefs von April bis heute eine klare Aufwärtstrendlinie, was auf einen insgesamt bullischen Trend hindeutet; zugleich weisen die mittel- bis langfristigen gleitenden Durchschnitte SMA60 und SMA144 eine bullische Ausrichtung auf, was ein starkes Momentum des Aufwärtstrends sowie eine hohe Wahrscheinlichkeit weiterer Gewinne demonstriert.
Derzeit hat der Aktienkurs zweimal versucht, die Marke von 230 US-Dollar zu testen, ohne dass ein entscheidender Durchbruch gelang, was kürzlich zu einem Rücksetzer führte. Nach den Äußerungen von Jensen Huang hellte sich die Marktstimmung jedoch auf, und es wird erwartet, dass die Aktie diese Woche höher schließt und den Rückgang stoppt, was darauf hindeutet, dass die Kurse kurzfristig weiter steigen könnten.
Nach oben hin liegt der wichtigste zu beachtende Widerstand bei 230 bis 236,5 US-Dollar. Gelingt dem Aktienkurs der Ausbruch über 236,5 US-Dollar auf ein neues Rekordhoch, eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung des 1,618-Fibonacci-Extensionsniveaus bei 320 US-Dollar.
Nach unten hin liegt die wichtigste zu beachtende Unterstützung bei 208 US-Dollar, gefolgt von etwa 200 US-Dollar. Sollte diese Marke nicht halten, könnte die Aktie in eine tiefere Korrekturphase eintreten und möglicherweise die Unterstützung bei 190 US-Dollar testen oder sogar in Richtung von rund 176 US-Dollar fallen.