Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen abbildet, gibt seine frühen Gewinne ab und dreht während der europäischen Handelssitzung am Montag ins Minus auf rund 99,15. In der asiatischen Sitzung stieg der USD-Index auf rund 99,45, den höchsten Stand seit über fünf Wochen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am schwächsten gegenüber dem Britisches Pfund.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.07% | -0.22% | 0.08% | -0.03% | -0.04% | -0.22% | -0.20% | |
| EUR | 0.07% | -0.17% | 0.15% | 0.02% | 0.01% | -0.15% | -0.15% | |
| GBP | 0.22% | 0.17% | 0.32% | 0.19% | 0.19% | 0.00% | 0.03% | |
| JPY | -0.08% | -0.15% | -0.32% | -0.15% | -0.14% | -0.34% | -0.31% | |
| CAD | 0.03% | -0.02% | -0.19% | 0.15% | 0.00% | -0.18% | -0.16% | |
| AUD | 0.04% | -0.01% | -0.19% | 0.14% | -0.00% | -0.17% | -0.13% | |
| NZD | 0.22% | 0.15% | -0.01% | 0.34% | 0.18% | 0.17% | 0.03% | |
| CHF | 0.20% | 0.15% | -0.03% | 0.31% | 0.16% | 0.13% | -0.03% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
Der US-Dollar (USD) steht unter Verkaufsdruck, nachdem Berichte bekannt wurden, dass iranische und omanische technische Teams sich letzte Woche in Oman trafen, um einen Mechanismus für den sicheren Transit durch die Straße von Hormus zu verhandeln, ein Szenario, das den Energietransport erleichtern und den Ölpreis dämpfen würde.
Höhere Ölpreise aufgrund eingeschränkter Schifffahrtswege durch Hormus haben den US-Dollar in eine günstige Position gebracht, was weltweit inflationsfördernde Effekte auslöst und Händler dazu veranlasst, die Möglichkeit von Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr auszuschließen.
Die US-Verbraucherpreisindex-Daten (VPI) für April zeigten letzte Woche, dass die Gesamtinflation auf 3,8 % im Jahresvergleich (YoY) beschleunigte, der höchste Stand seit fast drei Jahren.
Nach dem CME FedWatch Tool liegen die Chancen, dass die Fed in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung vornimmt, bei 54,5 %, während der Rest für eine Beibehaltung des Status quo durch die Zentralbank spricht. Dies ist eine deutliche Kehrtwende gegenüber den zuvor erwarteten zwei Zinssenkungen in Friedenszeiten.
Für weitere Hinweise zur geldpolitischen Ausrichtung der Fed richten Anleger ihren Fokus auf das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) im April, das am Mittwoch veröffentlicht wird.
Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.