US-Dollar-Index schwächt sich auf fast 96,50, da die Einzelhandelsumsätze stagnieren, alle Augen auf die US-NFP-Daten

Quelle Fxstreet
  • Der US-Dollar-Index gibt am Mittwoch im frühen europäischen Handel auf rund 96,65 nach. 
  • Die US-Einzelhandelsumsätze stagnieren unerwartet im Dezember. 
  • Alle Augen werden auf den verspäteten US-Beschäftigungsbericht für Januar gerichtet sein, der am Mittwoch fällig ist. 

Der US-Dollar-Index (DXY), ein Index, der den Wert des US-Dollars (USD) gegenüber einem Korb von sechs Weltwährungen misst, notiert während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch auf einem schwächeren Niveau nahe 96,65. Der verspätete US-Beschäftigungsbericht für Januar wird später am Mittwoch im Mittelpunkt stehen. 

Die am Dienstag vom US Census Bureau veröffentlichten Daten zeigten, dass die US-Einzelhandelsumsätze im Dezember bei 735 Milliarden USD unverändert blieben. Diese Zahl folgte auf den Anstieg um 0,6 % im November und lag unter dem Marktkonsens von 0,4 %. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze im Dezember um 2,4 %, gegenüber 3,3 % zuvor. 

Die schwachen US-Einzelhandelsumsätze stärkten die Argumentation für die Federal Reserve (Fed), die Zinssätze in diesem Jahr zu senken, was den US-Dollar insgesamt unter Verkaufsdruck setzt. 

Händler erwarten die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten am Mittwoch, die einige Hinweise auf den Zinspfad der USA geben könnten. Die Märkte schätzten, dass die US-Nonfarm Payrolls im Januar um 70.000 gestiegen sind. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich stabil bei 4,4 % bleiben. Jegliche Anzeichen einer Verbesserung des US-Arbeitsmarktes könnten helfen, die Verluste des DXY kurzfristig zu begrenzen. 

"Die bevorstehenden Arbeits- und Inflationsdaten stellen einen kritischen Wendepunkt für die Fed dar – und für die kurzfristige Marktentwicklung," sagte Keith Lerner von Truist Advisory Services. "Die Märkte suchen nach einer Bestätigung, dass das Wachstum gerade genug verlangsamt, um weitere geldpolitische Erleichterungen zu rechtfertigen, aber nicht so sehr, dass es zu einem Bruch kommt."

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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