Goldpreis im Aufwind: Dollar-Schwäche beflügelt Notierung vor US-Arbeitsmarktbericht
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Zinsfantasie: Die Aussicht auf sinkende US-Zinsen und enttäuschende Einzelhandelsdaten belasten den Greenback und treiben Gold über 5.050 US-Dollar.
Notenbank-Politik: Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed überlagern die „falkenhaften“ Kommentare regionaler Notenbank-Präsidenten.
Charttechnik: Trotz positiver Tendenz deckeln nachlassendes Momentum und die Hürde bei 5.090 US-Dollar das weitere Aufwärtspotenzial.
Der Goldpreis (XAU/USD) zeigt sich zur Wochenmitte robust und macht die moderaten Vortagesverluste teilweise wett. Im asiatischen Handel kletterte das Edelmetall zurück über die Marke von 5.050 US-Dollar. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die anhaltende Schwäche des US-Dollars, der durch Spekulationen auf eine lockerere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) auf ein Ein-Wochen-Tief gedrückt wurde – ein klassischer Rückenwind für das zinslose Gold.
Konjunktursorgen nähren Zinshoffnung
Auslöser der jüngsten Dollar-Schwäche waren enttäuschende Daten vom US-Binnenmarkt. Wie das US Census Bureau am Dienstag meldete, stagnierten die Einzelhandelsumsätze im Dezember (0,0 Prozent), nachdem im November noch ein Zuwachs von 0,6 Prozent verzeichnet worden war. Damit verfehlten die Zahlen die Markterwartungen eines Anstiegs um 0,4 Prozent deutlich.
Diese Daten, flankiert von Signalen einer Abkühlung am Arbeitsmarkt, veranlassten Ökonomen dazu, ihre Wachstumsprognosen für das vierte Quartal nach unten zu korrigieren. An den Geldmärkten wird nun eine Zinssenkung der Fed um insgesamt 58 Basispunkte für das Jahr 2026 eingepreist – ein Szenario, das den Greenback weiter unter Druck setzt.
Unruhe um die Fed-Unabhängigkeit
Zusätzliche Belastung erfährt der Dollar durch die neu entflammte Debatte um die politische Einflussnahme auf die Geldpolitik. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angedeutet, er könne seinen nominierten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh verklagen, sollte dieser Zinssenkungen verweigern. Fed-Gouverneur Stephan Miran merkte indes an, eine 100-prozentige Unabhängigkeit der Zentralbank sei faktisch unmöglich.
Diese politische Gemengelage überlagerte die eher restriktiven („hawkish“) Töne aus den Reihen der regionalen Fed-Präsidenten. So betonte Lorie Logan (Dallas Fed), die Inflation liege seit fast fünf Jahren über dem 2-Prozent-Ziel, und die aktuelle Geldpolitik sei „nahezu neutral“. Ihre Kollegin Beth Hammack (Cleveland Fed) ergänzte, die Zinspolitik könne angesichts der hohen Inflation und der Zoll-Thematik noch „für geraume Zeit“ unverändert bleiben. Doch diese Warnungen verhallten am Markt weitgehend ungehört.
Warten auf die Nonfarm Payrolls
Trotz der freundlichen Tendenz agieren die Gold-Bullen zurückhaltend. Vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht (NFP) scheuen Investoren aggressive Positionierungen. Zudem dämpft die allgemein positive Risikostimmung an den Märkten, gestützt durch Entspannungssignale aus dem Nahen Osten, die Flucht in den „Sicheren Hafen“ Gold.
Charttechnik: Hürde bei 5.090 US-Dollar im Fokus
Technisch betrachtet untermauert der Goldpreis seine Widerstandsfähigkeit. Das Edelmetall konnte sich im Monatsverlauf erfolgreich oberhalb des einfachen gleitenden Durchschnitts der letzten 200 Perioden (SMA 200) im 4-Stunden-Chart behaupten. Dieser steigende Durchschnitt fungiert als solide Unterstützung.
Dennoch mahnen die Indikatoren zur Vorsicht: Der MACD notiert zwar oberhalb der Nulllinie, doch das sich zusammenziehende Histogramm deutet auf ein schwindendes Aufwärtsmomentum hin. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 56 im neutralen Bereich und signalisiert eine Konsolidierung.
Für eine nachhaltige Fortsetzung der Rallye müsste Gold die Widerstandszone bei 5.090 US-Dollar überwinden. Ein Anstieg des RSI in Richtung 60 würde das bullische Szenario stützen, während ein weiteres Abflachen des MACD-Histogramms eher für eine Seitwärtsbewegung spricht.
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