Ethereum-Analyse: "Whales" nutzen Kursrutsch zum Einstieg – doch die Risiken bleiben

Autor: Mitrade Team
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  • Antizyklisches Handeln: Großinvestoren (Whales) sammelten zwischen dem 4. und 8. Februar über 520.000 ETH ein und stellten sich damit gegen den Verkaufstrend der Kleinanleger.

  • Marktstimmung: Das "Net Taker Volume" auf Binance rutscht erneut ins Negative, was auf eine Zunahme von Short-Positionen hindeutet.

  • Charttechnik: Nach der Zurückweisung bei 2.100 US-Dollar droht ein Test der Unterstützung bei 1.740 US-Dollar.

Ethereum (ETH) kämpft nach einem der stärksten Wochenverluste seiner Geschichte um Bodenbildung. Während der Kurs aktuell bei rund 2.010 US-Dollar notiert, zeichnet sich im Hintergrund ein spannender Machtkampf ab: Großinvestoren, sogenannte "Whales", kehren langsam an den Markt zurück und nutzen die Kursschwäche für massive Zukäufe, während der Verkaufsdruck seitens der Privatanleger (Retail) nachlässt.

Die Rückkehr der "Smart Money"

Nachdem sie zu Monatsbeginn noch Gewinne mitgenommen hatten, wechselten Wallets mit Beständen zwischen 10.000 und 100.000 ETH am vergangenen Mittwoch auf die Käuferseite. In der Zeitspanne vom 4. bis zum 8. Februar akkumulierte diese Investorengruppe insgesamt über 520.000 ETH. Dieser strategische Einstieg korrespondierte zeitlich mit der Kurserholung von unter 1.800 auf über 2.000 US-Dollar.

Im gleichen Zeitraum trennten sich Kleinanleger (Wallets mit 100 bis 10.000 ETH) von rund 233.000 ETH. Damit überwiegt erstmals seit Jahresbeginn der Kaufdruck der "Whales" die Verkäufe der Retail-Investoren – historisch betrachtet oft ein Vorbote für eine nachhaltige Preiserholung.

Fragiles Marktumfeld: Warnsignale überwiegen

Trotz dieser positiven Signale bleibt die Marktstruktur äußerst fragil. Ethereum notiert derzeit sowohl unter der durchschnittlichen Kostenbasis aller Investoren (2.310 US-Dollar) als auch unter dem realisierten Preis der Großanleger.

Zusätzliche Sorgen bereitet das "Net Taker Volume" auf der Krypto-Börse Binance. Nachdem dieser Indikator im Januar kurzzeitig ins Positive gedreht hatte, ist er nun wieder in den negativen Bereich zurückgekehrt. Dies deutet darauf hin, dass Leerverkäufer (Shorts) erneut Positionen aufbauen und auf fallende Kurse wetten. Auch der "Coinbase Premium Index" verharrt seit Dezember im Discount-Bereich, was auf anhaltenden Verkaufsdruck seitens US-amerikanischer Investoren schließen lässt.

Charttechnik: Der Kampf um die 2.000er-Marke

Die technische Lage spitzt sich zu. Laut Daten von Coinglass wurden in den letzten 24 Stunden Liquidationen im Volumen von 61,9 Millionen US-Dollar verzeichnet, wobei Long-Positionen mit 46,5 Millionen US-Dollar den Löwenanteil ausmachten.

Nachdem der Kurs am Dienstag an der Hürde von 2.100 US-Dollar gescheitert war, droht nun ein Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar. Ein solcher Durchbruch könnte den Weg zur nächsten Unterstützung bei 1.740 US-Dollar ebnen.

Auf der Oberseite müsste Ethereum den Widerstand bei 2.100 US-Dollar nachhaltig überwinden, um Kursziele im Bereich von 2.380 US-Dollar ins Visier zu nehmen. Die Oszillatoren mahnen jedoch zur Vorsicht: Sowohl der Relative-Stärke-Index (RSI) als auch der Stochastik-Oszillator befinden sich im überverkauften Bereich, was das dominierende bärische Momentum unterstreicht.

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