US Dollar Index konsolidiert über 98,50 angesichts gemischter US PMI-Signale

Quelle Fxstreet
  • Der US-Dollar-Index stabilisiert sich über 98,50 nach einem moderaten Rückschlag von Freitags nach den Nonfarm Payrolls (NFP).
  • S&P Global Composite und Services PMIs übertreffen die Prognosen und signalisieren eine anhaltende Widerstandsfähigkeit im privaten Sektor.
  • Der ISM Services PMI fällt auf 50,1 und verfehlt die Erwartungen, was auf Anzeichen einer nachlassenden Nachfrage und Einstellung hinweist.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks im Vergleich zu einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, hält sich stabil über der Marke von 98,50 und zeigt nach dem starken Rückgang am Freitag nur begrenzte Bewegungen. Trotz des Rückschlags in der letzten Woche verzeichnete der DXY am Montag moderate Gewinne und steigt am Dienstag leicht an, zuletzt bei etwa 98,96, während der Marktfokus auf den neu veröffentlichten US-Einkaufsmanagerindizes (PMI) lag.

Die Daten zeichnen ein gemischtes Bild des US-Dienstleistungssektors. Der S&P Global Services PMI für Juli lag bei 55,7 und übertraf damit leicht die Erwartungen von 55,2, während der Composite PMI auf 55,1 von 54,6 stieg und eine anhaltende Widerstandsfähigkeit der Aktivitäten im privaten Sektor signalisiert. Der ISM Services PMI enttäuschte jedoch und fiel auf 50,1 gegenüber den Prognosen von 51,5, da sowohl die Komponenten für neue Aufträge als auch für Beschäftigung nachließen. Der Beschäftigungsindex fiel auf 46,4 von 47,2, was auf anhaltende Schwäche bei den Einstellungen im Dienstleistungssektor hinweist, während der Index für neue Aufträge auf 50,3 von 51,3 fiel. Bemerkenswert ist, dass der Index für gezahlte Preise auf 69,9 anstieg, stark von 67,5, was darauf hindeutet, dass der Kostendruck trotz nachlassender Aktivitäten hoch bleibt.

Der Index bleibt im Konsolidierungsmodus, nachdem er von einem Zwei-Monats-Hoch nahe 100,26 zurückgegangen ist, was durch einen schwächer als erwarteten US Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht bedingt ist, der die Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze bei ihrer nächsten geldpolitischen Sitzung im September senken wird, nahezu zementiert hat. Während der Index in der letzten Woche kurzzeitig Boden gutmachte, kehrte er nach dem NFP-Bericht, der zeigte, dass die Wirtschaft nur 73.000 Arbeitsplätze hinzugefügt hat, stark nach unten zurück, was weit unter dem Konsens von über 110.000 liegt. Hinzu kommt, dass die Beschäftigungszahlen für Mai und Juni um insgesamt 258.000 nach unten revidiert wurden, was die Bedenken über das Momentum des Arbeitsmarktes vertieft.

In Reaktion darauf haben die Händler ihre Erwartungen für eine Zinssenkung erheblich angehoben, wobei die Fed-Funds-Futures nun eine 92%ige Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 25 Basispunkte bei der nächsten Sitzung der Fed einpreisen.

In der Zwischenzeit beobachten die Händler genau die globalen Handelsentwicklungen, die frische Volatilität an den Märkten auslösen könnten. In der letzten Woche unterzeichnete US-Präsident Donald Trump eine umfassende Exekutive, die neue reziproke Zölle zwischen 10% und 41% auf Importe aus fast 70 Ländern verhängt. Zu den am stärksten betroffenen Ländern gehören Indien, Kanada, die Schweiz, Taiwan und Brasilien. Obwohl die ursprüngliche Frist auf den 1. August festgelegt wurde, besagt die Anordnung, dass die Zölle im Allgemeinen ab dem 7. August in Kraft treten. Hinzu kommt die Unsicherheit, dass die Handelsgespräche zwischen den USA und China noch keinen Durchbruch erzielt haben, während die Frist für den Waffenstillstand am 12. August schnell näher rückt. Die Marktteilnehmer bleiben vorsichtig, da jede Verlängerung der Frist anscheinend allein von der Entscheidung des Präsidenten Trump abhängt.

Eine weitere Sorge für die Märkte ist, dass die Stimmung angesichts wachsender politischer Eingriffe in die US-Wirtschaftsinstitutionen fragil bleibt. In einem umstrittenen Schritt entließ Präsident Trump in der letzten Woche die Kommissarin des Bureau of Labor Statistics (BLS), Erika McEntarfer, nach der Veröffentlichung des enttäuschenden Arbeitsmarktberichts für Juli. Anleger befürchten, dass solche Eingriffe das Vertrauen in zukünftige Wirtschaftsdaten untergraben und die Erwartungen an die Geldpolitik verzerren könnten.

Vor diesem Hintergrund bleibt die kurzfristige Aussicht für den US-Dollar bärisch, belastet durch schwache Arbeitsmarktdaten, wachsende Erwartungen an eine Zinssenkung der Fed und anhaltende geopolitische Unsicherheit. In der Zukunft werden die Märkte die bevorstehenden Kommentare von Vertretern der Federal Reserve später in dieser Woche genau beobachten, die mehr Klarheit über den geldpolitischen Kurs der Zentralbank auf dem Weg zur Sitzung im September geben könnten.



Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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