Stell dir vor, du verlierst über 33.000 US-Dollar, nur weil du einem Airdrop vertraust. Genau das passierte einem Ripple-Anleger – und die Reaktion aus der Krypto-Szene ist schockierend deutlich.
Der bekannte Blockchain-Ermittler ZachXBT machte kürzlich klar: Von ihm bekommen XRP-Investoren keine Unterstützung. Seine Begründung? Ripple-Halter böten der Branche „nichts außer Exit-Liquidität für Insider“. Eine vernichtende Aussage, die er gleich auf andere Projekte wie Cardano, Hedera oder Pulsechain ausweitete.
Für viele Anleger war das ein Schlag ins Gesicht. Statt Hilfe für den Geschädigten, der vermutlich Opfer einer manipulierten Wallet-App wurde, hagelte es Spott. ZachXBT kündigte sogar an, er werde sich „über jeden lustig machen“, der aus der Ripple-Community nach Betrugsfällen um Unterstützung bittet.
Während die Community also um Glaubwürdigkeit kämpft, setzen die Köpfe von Ripple lieber auf auffällige PR-Aktionen. Chris Larsen, Mitgründer von Ripple Labs, finanzierte über 9 Millionen US-Dollar für ein Drohnen-Überwachungsprojekt der Polizei in San Francisco – ein Schritt, der Anleger fragen lässt: Stehen die Interessen der Aktionäre wirklich im Mittelpunkt?
Parallel präsentierte Ripple-CTO David „JoelKatz“ Schwartz eine neue XRP-basierte Mastercard. Im San-Francisco-Café XRPresso posierte er stolz mit XRP-Gürtel, Shirt und Kreditkarte. Sogar Tyler Winklevoss von Gemini mischte mit und witzelte, Ripple-CEO Garlinghouse bekomme das „Whale-Limit“ auf seiner Karte.
Doch nicht jeder ist begeistert: Die neue XRP-Karte ist nur in den USA verfügbar – und wirklich neu ist das Konzept auch nicht. Gemini bietet schon länger XRP-Rewards an. Viele Investoren sehen daher eher Marketing als echte Innovation.
Juristisch jedoch gibt es positive Nachrichten: Ripple konnte sich mit der US-Börsenaufsicht SEC auf einen Vergleich von 50 Millionen US-Dollar einigen. Damit hat die jahrelange Unsicherheit eine neue Wendung genommen.
Noch spannender: Bis November 2025 muss die SEC über eine Welle neuer Bitcoin-ETF-Anträge entscheiden. Sollte die Behörde zustimmen, könnte das auch XRP in den Fokus klassischer Investoren rücken – ein Gamechanger für die Marktakzeptanz.
Erst kürzlich erreichte Ripple nach sieben Jahren Wartezeit ein neues Allzeithoch von 3,165 US-Dollar, bevor der Kurs leicht zurückfiel. Das tägliche Handelsvolumen liegt dennoch stabil bei über 6 Milliarden US-Dollar – ein klares Signal für starkes Anlegerinteresse.
Die Ambitionen bleiben hoch: Ripple will sich einen Teil des SWIFT-Zahlungsverkehrs im Wert von 155 Billionen US-Dollar sichern. Dazu arbeitet man inzwischen mit dem R3-Konsortium zusammen. Sollte Ripple hier nur kleine Marktanteile erobern, wären neue Höchststände beim XRP-Kurs realistisch.
Ripple polarisiert wie kaum eine andere Kryptowährung. Auf der einen Seite: harsche Kritiker wie ZachXBT, die XRP-Investoren jeglichen Wert absprechen. Auf der anderen Seite: ein Management, das mit PR-Aktionen Schlagzeilen macht – und gleichzeitig juristische Rückenwinde sowie echte Partnerschaften auf seiner Seite hat.
Für dich als Anleger heißt das: Die Chance ist da – aber sie kommt mit Risiko. Wenn Ripple seine Rolle als Alternative zu SWIFT tatsächlich ausbaut, könnte XRP weit über die 3-Dollar-Marke hinaus wachsen. Doch solange die Community im Kreuzfeuer steht, bleibt klar: Nur wer starke Nerven hat, sollte jetzt einsteigen.