Die Dow Jones-Futures steigen vor der Eröffnung des US-Marktes am Montag und handeln bei etwa 44.900, ein Plus von 0,46% während der europäischen Handelszeiten. In der Zwischenzeit steigen die S&P 500-Futures um 0,55% auf fast 6.300, und die Nasdaq 100-Futures legen um 0,68% zu und handeln über 23.000.
Die US-Aktienindex-Futures steigen, da sich die Marktstimmung stabilisiert, nachdem der schwächere US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag eine Marktreaktion ausgelöst hat, die zwei Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) einpreist. Händler rechnen nun mit 63 Basispunkten (bps) an Zinssenkungen bis zum Jahresende, gegenüber etwa 34 bps am Donnerstag, wobei die erste Senkung im September erwartet wird. Es ist wichtig zu beachten, dass niedrigere Kreditkosten die wirtschaftlichen Aktivitäten in den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, unterstützen könnten.
Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, NFP) stieg im Juli um 73.000, verglichen mit einem Anstieg von 14.000 (revidiert von 147.000) im Juni. Diese Zahl lag unter den Markterwartungen von 110.000. Darüber hinaus stieg die Arbeitslosenquote im Juli auf 4,2% von 4,1% im Juni, wie erwartet.
Der Dow fiel jedoch um 2,92%, der S&P 500 sank um 2,36%, und die Nasdaq gab um 2,17% nach in der vorherigen Sitzung. Die US-Aktien fielen, da die Marktstimmung nach den umfassenden Gegenzöllen von US-Präsident Donald Trump, die von 10% bis 41% reichen und am 1. August in Kraft treten sollen, zu kämpfen hatte.
Darüber hinaus werden Händler wahrscheinlich Vorsicht walten lassen, nachdem die Trump-Administration BLS-Kommissarin Erika McEntarfer nach einem schwächer als erwarteten Arbeitsmarktbericht entlassen hat. Diese Maßnahme könnte eine breitere Strategie sein, um die Glaubwürdigkeit offizieller Inflationsdaten zu untergraben, mit potenziellen Auswirkungen auf die Märkte und die Debatten über die Geldpolitik der Fed.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.