Gold (XAU/USD) gibt am Freitag nach und zieht sich von seinem höchsten Stand seit dem 23. Juli zurück, der am Vortag erreicht wurde. Das Edelmetall steht unter Druck durch einen stabileren US-Dollar (USD) und festere Treasury-Renditen, während sich die Händler vor dem bevorzugten Inflationsmaß der Federal Reserve (Fed), dem Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), umpositionieren, der später am Tag um 12:30 GMT veröffentlicht wird.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert XAU/USD in der europäischen Sitzung bei etwa 3.407 USD und liegt damit rund 0,30 % im Minus. Während die Gewinnmitnahmen zum Monatsende ebenfalls auf die Stimmung drücken, bleibt das Metall auf Kurs, um solide monatliche Gewinne zu sichern.
Das US Bureau of Economic Analysis wird den Kern-PCE-Preisindex für Juli veröffentlichen. Im Monatsvergleich wird ein Anstieg um 0,3 % erwartet, was dem Tempo von Juni entspricht, während die jährliche Rate voraussichtlich auf 2,9 % von zuvor 2,8 % ansteigt. Ein schwächerer Wert könnte die Erwartungen an eine Zinssenkung der Fed im September verstärken. Im Gegensatz dazu könnte ein stärkerer Wert die dovishen Wetten reduzieren, den Greenback stärken und das Edelmetall unter Druck setzen.
Über die Daten hinaus bleibt die breitere Anziehungskraft von Gold intakt. Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed haben seinen Status als sicherer Hafen gestärkt. Gleichzeitig untermauern die anhaltenden Erwartungen an eine Zinssenkung der Fed, ein insgesamt schwächerer US-Dollar und anhaltende geopolitische sowie wirtschaftliche Unsicherheiten den Aufwärtstrend weiter. Vor diesem Hintergrund dürften kurzfristige Korrekturen schnell absorbiert werden, was die breitere bullische Tendenz des Edelmetalls verstärkt.
Gold (XAU/USD) konsolidiert sich knapp über der 3.400 USD-Marke, nachdem es am Donnerstag mit 3.423 USD den höchsten Stand seit mehr als einem Monat erreicht hat. Die psychologische Marke von 3.400 USD dient nun als unmittelbare Unterstützung, während die nächste Unterstützung bei dem 21-Perioden-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) nahe 3.395 USD gesehen wird, gefolgt vom 100-Perioden-EMA bei 3.365 USD.
Der Relative Strength Index (RSI) gibt nach einem Anstieg am Donnerstag aus dem überkauften Bereich nach und liegt derzeit bei etwa 61. Dies deutet darauf hin, dass das Momentum nachlässt, aber weiterhin im bullischen Bereich bleibt, was darauf hindeutet, dass Käufer zurückkehren könnten, wenn die Rückgänge über der 3.400 USD-Marke bleiben.
Auf der Oberseite markiert das Hoch vom Donnerstag bei 3.423 USD den anfänglichen Widerstand. Ein nachhaltiger Durchbruch über diese Barriere könnte den Anstieg in Richtung der psychologischen Region von 3.450 USD ausweiten. Umgekehrt würde ein Rückgang unter 3.400 USD das Risiko erhöhen, den Bereich von 3.380-3.370 USD zu testen, wo stärkere technische Unterstützung vorhanden ist.
Mit dem US-Kern-PCE-Bericht als nächstem Katalysator wird die kurzfristige Richtung wahrscheinlich davon abhängen, ob Gold die 3.400 USD-Basis verteidigen oder entscheidend über den Widerstand von 3.423 USD hinaus drängen kann.
Der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der monatlich vom US Bureau of Economic Analysis veröffentlicht wird, zeigt die Preisveränderungen bei Waren und Dienstleistungen, die von Verbrauchern in den USA gekauft werden. Er ist der bevorzugte Inflationsindikator der US-Notenbank (Fed). Die MoM-Zahl (Month-over-Month) vergleicht die Preise des Referenzmonats mit denen des Vormonats. Die Kernrate schließt die besonders schwankungsanfälligen Komponenten Lebensmittel und Energie aus, um ein präziseres Bild des zugrunde liegenden Preisdrucks zu erhalten. In der Regel wird ein hoher Wert als positiv (bullish) für den US-Dollar gewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Fr Aug. 29, 2025 12:30
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 0.3%
Vorher: 0.3%
Quelle: US Bureau of Economic Analysis
Nach der Veröffentlichung des BIP-Berichts gibt das US Bureau of Economic Analysis neben den monatlichen Veränderungen der Privatausgaben und des Privateinkommens auch die Daten des PCE-Preisindexes (Personal Consumption Expenditures) bekannt. Die Entscheidungsträger des FOMC verwenden den jährlichen PCE-Kernpreisindex, der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, als primären Maßstab für die Inflation. Ein stärker als erwartetes Ergebnis kann dem USD helfen, seine Rivalen zu übertreffen, da eine mögliche hawkishe Verschiebung in der Forward Guidance der Fed bevorstehen könnte und vice versa.