USD/CHF erholt sich aufgrund der hawkischen Fed-Haltung und positiver US-Wirtschaftsdaten

Quelle Fxstreet
  • USD/CHF gewinnt, da die US-Einzelhandelsumsätze eine hawkische Fed-Haltung unterstützen.
  • Erwartungen, dass die Fed im September die Zinsen senken wird, sinken; die Divergenz der Zentralbanken unterstützt die Stärke des USD/CHF.
  • USD/CHF zielt auf weitere Gewinne, da das bärische Momentum über 0,8000 nachlässt.

Der US-Dollar (USD) festigt sich gegenüber dem Schweizer Franken (CHF), da positive US-Wirtschaftsdaten und hawkische Kommentare der Federal Reserve (Fed) die Nachfrage nach US-Renditen unterstützen.

Die Einzelhandelsumsatzdaten vom Donnerstag zeigten einen Anstieg der Konsumausgaben für Juni um 0,6%, was über dem erwarteten Anstieg von 0,1% liegt.

Die positive Überraschung bei den Ausgaben, trotz der Unsicherheit über Zölle und hoher Zinssätze, hat einen Hoffnungsschimmer für die US-Wirtschaft gegeben.

Während die Federal Reserve weiterhin Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen von Zöllen auf die Inflation äußert, spiegeln diese Daten, kombiniert mit einem starken Arbeitsmarkt, eine widerstandsfähige Wirtschaft wider.

Allerdings bleiben mit dem bevorstehenden Zieldatum für die Zölle im August Abwärtsrisiken bestehen. Höhere Zölle auf Importe in die USA sind nach wie vor ein großes Anliegen für Investoren und politische Entscheidungsträger. Eine Erhöhung dieser Abgaben wird voraussichtlich die Kosten für Produzenten erhöhen, was die Möglichkeit erhöht, dass diese Kosten an die Verbraucher weitergegeben werden.

Erwartungen, dass die Fed im September die Zinsen senken wird, sinken; die Divergenz der Zentralbanken unterstützt die Stärke des USD/CHF

Obwohl die Zinsdifferenzen weitgehend eingepreist sind, hat die verbesserte Risikostimmung auch die Erwartungen an eine Zinssenkung im September nach hinten verschoben.

Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte im September jetzt bei 52,7%, ein Rückgang von 65,4% in der gleichen Woche zuvor. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen auf dem aktuellen Niveau bleiben, bei derselben Sitzung auf 46,0% gestiegen, von 29,7%.

Die Kommentare von Fed-Gouverneurin Adriana Kugler am Donnerstag verstärkten die hawkische Erzählung, indem sie sagte, dass die Geldpolitik für "eine gewisse Zeit" restriktiv bleiben sollte. Das Hauptziel der Mehrheit der Fed-Mitglieder ist es, sicherzustellen, dass die Inflation das Ziel von 2% erreicht und die Preisdruck begrenzt bleibt.

USD/CHF zielt auf weitere Gewinne, da das bärische Momentum über 0,8000 nachlässt

Der Tageschart des USD/CHF zeigt derzeit Anzeichen einer kurzfristigen bullischen Trendwende nach einem anhaltenden Abwärtstrend.

Die Preisbewegung hat kürzlich sowohl den 20-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 0,7995 durchbrochen als auch das psychologische Niveau von 0,8000 und das 23,6%-Fibonacci-Retracement-Niveau des Rückgangs von Mai bis Juli bei 0,8015 zurückerobert.

Diese Bewegung wird durch einen sich verstärkenden Relative Strength Index (RSI) unterstützt, der über die 50-Schwelle gestiegen ist, was auf einen Wechsel des Momentums von bärisch zu neutral hinweist.

USD/CHF Tageschart

Der nächste unmittelbare Widerstand liegt beim 38,2%-Fibonacci-Retracement-Niveau nahe 0,8103, das als kurzfristiges Ziel für Käufer dienen könnte. Wenn dieses Niveau überwunden wird, wird ein weiterer Anstieg in Richtung der 50%- und 61,8%-Retracement-Niveaus bei 0,8174 bzw. 0,8246 wahrscheinlicher.

Auf der Abwärtsseite wird die Unterstützung nun im vorherigen Widerstandsbereich um 0,7995 gesehen, mit stärkerer Unterstützung bei 0,7950. Ein nachhaltiger Rückgang unter diese Niveaus würde das aktuelle bullische Setup ungültig machen. Insgesamt deutet die Chartstruktur auf eine potenzielle kurzfristige Aufwärtsfortsetzung hin, vorausgesetzt, das Paar hält die Unterstützung über dem Bereich von 0,7995–0,7950.

US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.

Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.

Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.

Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.









Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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