EUR/USD handelt am Montag unverändert, da sich der US-Dollar (USD) stabilisiert und die Märkte nach der starken Volatilität, die durch die überraschende Ankündigung eines Rückkaufprogramms des US-Finanzministeriums in der vergangenen Woche ausgelöst wurde, in einen ruhigeren Ton einpendeln. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Paar bei rund 1,1670 und damit in der Nähe von Niveaus, die zuletzt Mitte Mai gesehen wurden.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, versucht die Marke von 99,00 zurückzuerobern und handelt bei rund 98,95.
Trotz einer gewissen kurzfristigen Stabilisierung des Greenback bleibt der breitere Hintergrund fragil, nachdem die Entscheidung des Treasury erneut Sorgen über die US-Fiskalpolitik und die steigende Staatsverschuldung geweckt hat.
Der Handel verläuft am Montag relativ verhalten, da Anleger angesichts des ersten großen Risikoevents der Woche eine abwartende Haltung einnehmen. Die Vereinigten Staaten bereiten sich darauf vor, später am Montag ein neues Sanktionspaket gegen den Iran anzukündigen, das Finanzminister Scott Bessent als einen "wirtschaftlichen D-Day" bezeichnet hat. Der Iran hat darauf mit einer harten Haltung reagiert, wobei Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei erklärte, dass "der Iran alle seine bilateralen Möglichkeiten nutzen wird, um den US-Wirtschaftssanktionen entgegenzutreten."
Im weiteren Wochenverlauf richtet sich der Fokus am Mittwoch auf den US-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE). Ein weiterer schwacher Inflationswert nach der jüngsten Abschwächung bei CPI und PPI könnte die Erwartungen stärken, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen im September unverändert lassen wird, und den US-Dollar erneut unter Druck setzen. Die Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Symposium am Freitag werden diese Erwartungen erneut auf die Probe stellen.
Auf Euro-Seite ist der Wirtschaftskalender relativ dünn, da keine größeren Datenveröffentlichungen anstehen, sodass EUR/USD weitgehend von der Dynamik des US-Dollars bestimmt wird. An der geldpolitischen Front erwarten die Märkte weithin, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen im September anheben wird.
Strategen bei BNY Mellon argumentieren, dass "Inflation das Kernthema in Europa bleibt", auch wenn die Aktivität Anzeichen einer Verbesserung zeigt. Sie warnen, dass "eine zu frühe Straffung ein Fehler wäre", und weisen darauf hin, dass die jüngste Inflationsumfrage der EZB zeigt, dass sich die Erwartungen "fester verankern", während der Euro "nahe zyklischen Hochs liegt und bereits einen Teil der Straffung übernimmt."
Vor diesem Hintergrund hebt BNY Mellon hervor, dass sich "die Woche in Europa um Inflationsentlastung dreht", wobei die vorläufigen CPI-Daten aus Frankreich und Spanien am Freitag die wichtigsten Veröffentlichungen sind und "Spanien weiterhin deutlich heißer läuft als Frankreich." Die Arbeitsmarktdaten aus Deutschland am Freitag werden zudem einen wichtigen "Blick auf den Arbeitsmarkt der größten Volkswirtschaft der Eurozone" liefern und helfen, die nächsten Schritte der EZB einzuordnen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Kanadischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.08% | 0.00% | 0.11% | 0.45% | 0.06% | 0.15% | 0.14% | |
| EUR | -0.08% | -0.05% | 0.06% | 0.38% | 0.02% | 0.14% | 0.07% | |
| GBP | -0.00% | 0.05% | 0.11% | 0.45% | 0.06% | 0.20% | 0.12% | |
| JPY | -0.11% | -0.06% | -0.11% | 0.38% | -0.13% | 0.03% | -0.00% | |
| CAD | -0.45% | -0.38% | -0.45% | -0.38% | -0.46% | -0.23% | -0.32% | |
| AUD | -0.06% | -0.02% | -0.06% | 0.13% | 0.46% | 0.13% | 0.09% | |
| NZD | -0.15% | -0.14% | -0.20% | -0.03% | 0.23% | -0.13% | -0.07% | |
| CHF | -0.14% | -0.07% | -0.12% | 0.00% | 0.32% | -0.09% | 0.07% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.