USD/CAD setzt seinen Anstieg am Montag fort und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei etwa 1,3830, was einem Plus von 0,52 % gegenüber dem Vortag entspricht. Der Kanadische Dollar (CAD) gerät unter Verkaufsdruck, nachdem die Handelsverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Kanada scheitern, während die Aussicht auf eine neue Eskalation bei den Zöllen den US-Dollar (USD) stützt.
Die Handelsspannungen verschärfen sich, nachdem die Verhandlungen zwischen Washington und Ottawa am Freitag zusammengebrochen sind. Die Vereinigten Staaten verhängen 50% Zölle auf einige kanadische Produkte, während der kanadische Premierminister Mark Carney Vergeltungsmaßnahmen im Verhältnis „Dollar für Dollar“ ab dem 8. September ankündigt. Carney sagt, seine Regierung ziehe es vor, die Verhandlungen abzubrechen, statt einem schlechten Deal zuzustimmen.
US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck am Montag weiter und kündigt an, dass die Zölle auf alle kanadischen Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl ab dem 1. Januar 2027 auf 50% angehoben werden. Trump wirft Kanada außerdem vor, seine Handelsbeziehung mit den Vereinigten Staaten seit Jahren auszunutzen, und ermutigt betroffene Unternehmen, ihre Produktion auf US-Territorium zu verlagern, um Zölle zu vermeiden.
Die jüngste Eskalation verstärkt die Sorgen über die Aussichten für die kanadische Wirtschaft, die stark vom Handel mit dem US-Nachbarn abhängig ist. Die Unsicherheit rund um die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern stellt daher einen zusätzlichen Gegenwind für den Kanadischen Dollar dar.
Unterdessen könnten geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten den kanadischen Dollar über die Ölpreise etwas stützen. Laut Reuters wird das US-Finanzministerium am Montag voraussichtlich einen breiteren Umfang sekundärer Sanktionen ankündigen, die sich gegen Länder und Unternehmen richten, die weiterhin Geschäfte mit dem Iran machen.
Die neue Strategie dürfte es den USA ermöglichen, bestimmte Aktivitäten in gezielten iranischen Sektoren zu sanktionieren, und zielt darauf ab, Teherans Handelspartner vor die Wahl zu stellen, entweder die Geschäftsbeziehungen mit dem Iran aufrechtzuerhalten oder den Zugang zum auf dem US-Dollar basierenden Finanzsystem zu behalten. US-Finanzminister Scott Bessent wird am Montag weitere Einzelheiten bekannt geben.
Die Aussicht auf schärfere Sanktionen kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konflikt mit dem Iran die Straße von Hormus und die Energieexporte aus dem Golf seit fast sechs Monaten beeinträchtigt. Eine weitere Eskalation, die die Energieflüsse einschränkt, könnte die Ölpreise stützen. Da Kanada ein bedeutender Öl-Exporteur ist, tendieren höhere Energiepreise im Allgemeinen dazu, den Kanadischen Dollar zu stützen, und könnten daher weitere Gewinne bei USD/CAD begrenzen.
Im Vier-Stunden-Chart notiert USD/CAD bei 1,3829 und behält damit kurzfristig einen leicht bärischen Ton bei, da das Paar unter der Abwärtstrend-Widerstandslinie bei 1,3846 und dem einfachen 100-Perioden-Durchschnitt (SMA) bei 1,3929 bleibt, während der 200-Perioden-SMA höher bei 1,4009 die gedeckelte Struktur zusätzlich untermauert. Der Relative Strength Index (RSI) um 53 hat sich von früheren überverkauften Werten erholt, deutet nun aber auf ein neutraleres Momentum hin, was darauf hindeutet, dass eine Erholung Schwierigkeiten haben könnte, solange diese gleitenden Durchschnitte darüber liegen.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand im Bereich der Trendlinie um 1,3846, gefolgt vom 100-Perioden-SMA bei 1,3929 und dem 200-Perioden-SMA nahe 1,4009, die zusammen eine breitere Angebotszone definieren. Auf der Unterseite liegt der wichtige strukturelle Boden an der horizontalen Unterstützungslinie nahe 1,3732; ein entscheidender Bruch unter dieses Niveau würde die aktuelle Korrekturphase wahrscheinlich in Richtung niedrigerer Kurse ausweiten.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)