Die AUD/JPY-Kreuzung wird im positiven Bereich nahe 113,55 während der frühen europäischen Sitzung am Freitag gehandelt. Der australische Dollar (AUD) legt gegenüber dem japanischen Yen (JPY) zu, trotz des sich abkühlenden Arbeitsmarkts. Das Protokoll der Sitzungen der Reserve Bank of Australia (RBA) wird nächsten Dienstag veröffentlicht.
Die Arbeitslosenquote in Australien stieg im Juli auf 4,5% von 4,4% im Juni, wie das Australian Bureau of Statistics am Donnerstag mitteilte. Unterdessen ging die Beschäftigung im Juli überraschend um 15.800 Stellen zurück, nach einem Anstieg um 80.200 im Vormonat, und fiel damit schlechter aus als die Markterwartungen eines Wachstums von 15.000. Die schwächeren Arbeitsmarktdaten haben die Märkte dazu veranlasst, die Erwartungen an weitere aggressive Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia (RBA) zurückzuschrauben.
"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit stärkt die Argumente für ein Abwarten der RBA nur geringfügig, insbesondere angesichts breiterer Anzeichen von Schwäche in der Wirtschaft," sagte die Chefökonomin von Ray White, Nerida Conisbee.
Ashwin Binwani, Gründer von Alpha Binwani Capital, sagte, institutionelle Anleger seien weiterhin in Carry Trades gegen einen Korb von G10-Währungen positioniert, angeführt vom AUD. Zudem gebe es Anzeichen dafür, dass einige Händler ihre bärischen Wetten auf den JPY wieder aufbauen, da die Auswirkungen der Intervention nachgelassen hätten.
Analysten von Standard Chartered haben ihre Erwartungen für den nächsten geldpolitischen Schritt der Bank of Japan vorgezogen und gehen nun davon aus, dass die BoJ "am 18. September um 25 Basispunkte anheben wird, statt wie zuvor im Oktober." Diese Revision markiert eine Verschiebung beim erwarteten Zeitpunkt der japanischen Zinsnormalisierung und unterstreicht einen etwas stärker vorgezogenen Straffungspfad als bisher angenommen.
Im Tages-Chart behält AUD/JPY eine konstruktive bullische Tendenz bei, da sich das Paar oberhalb des 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und der Mittellinie der Bollinger Bänder hält, was auf zugrunde liegende Nachfrage bei Rücksetzern nach dem jüngsten Pullback von den jüngsten Hochs hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) bei 58,12 bleibt im positiven Bereich, liegt jedoch unter den überkauften Niveaus und deutet auf ein stetiges bullisches Momentum hin, ohne bislang Anzeichen einer Erschöpfung.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim Hoch vom 22. Juli bei 114,40, auf dem Weg zur oberen Bollinger-Band-Grenze nahe 114,75. Die nächste Hürde ist die psychologische Marke von 115,00, wo Käufer auf Gewinnmitnahmen und kurzfristiges Angebot stoßen könnten.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 100-Tage-SMA bei 113,10, gefolgt vom mittleren Bollinger Band bei 112,45. Ein tieferer Rückschlag würde das Tief vom 10. August bei 111,63 freilegen und anschließend das untere Bollinger Band als weiter entfernte Unterstützungsmarke im Bereich von 110,15.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.