GBP/JPY legt am Donnerstag leicht zu und macht damit alle am Vortag verzeichneten Verluste wieder wett. Die Bewegung wird vor allem durch die breite Schwäche des japanischen Yen (JPY) und nicht durch eine größere positive Entwicklung für das britische Pfund (GBP) angetrieben, während ein dünner Wirtschaftskalender kaum neue Impulse liefert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Währungspaar bei rund 216,33 und damit 0,53% höher als am Tag zuvor.
Trotz der Erwartungen, dass die Bank of Japan (BoJ) im nächsten Monat die Zinsen anheben könnte, bleibt der Yen unter Druck. Höhere Ölpreise im Zusammenhang mit der US-Iran-Konfrontation sind ein wichtiger kurzfristiger Gegenwind, da Japan stark auf importierte Energie aus dem Nahen Osten angewiesen ist. Breitere Sorgen über Staatsausgaben und hohe öffentliche Verschuldung belasten die Währung ebenfalls.
Unterdessen deuten die in dieser Woche veröffentlichten Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien darauf hin, dass die Bank of England (BoE) ihren derzeitigen geldpolitischen Kurs beibehalten und die Zinsen unverändert bei 3,75% lassen wird, deutlich über dem Leitzins der Bank of Japan von 1%. Aus Sicht der Händler spricht die große Zinsdifferenz für das höher verzinste britische Pfund und stützt weiteres Aufwärtspotenzial bei GBP/JPY.
Im weiteren Verlauf warten Händler auf den japanischen nationalen Verbraucherpreisindex (CPI), die britischen Einzelhandelsumsätze und die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes (PMI) von S&P Global für August, die alle am Freitag veröffentlicht werden.

Aus technischer Sicht hat GBP/JPY etwa die Hälfte der Verluste wieder aufgeholt, die durch die gemeinsame Devisenintervention der USA und Japans ausgelöst wurden. Das Währungspaar prallte vom 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) ab und stieg anschließend über den 100-Tage- und den 50-Tage-SMA, was den konstruktiven kurzfristigen Bias untermauert.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) liegt nahe 55 und tendiert nach oben, ohne in den überkauften Bereich vorzudringen. Auch der Moving Average Convergence Divergence (MACD) ist positiv geworden, was darauf hindeutet, dass sich das bullische Momentum wieder aufbaut, während der Average Directional Index (ADX) nahe 23 auf eine moderate Trendstärke hinweist.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der horizontalen Barriere um 216,50, gefolgt von einer stärkeren Barriere bei 218,50. Auf der Unterseite bietet der 50-Tage-SMA bei 215,59 die erste Unterstützung, vor dem 100-Tage-SMA bei 214,81. Ein tieferer Pullback könnte den 200-Tage-SMA bei 212,51 freilegen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Japanischer Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Japanischer Yen war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.06% | -0.19% | 0.38% | -0.29% | 0.23% | -0.19% | 0.10% | |
| EUR | 0.06% | -0.13% | 0.45% | -0.21% | 0.29% | -0.14% | 0.16% | |
| GBP | 0.19% | 0.13% | 0.56% | -0.09% | 0.42% | 0.00% | 0.28% | |
| JPY | -0.38% | -0.45% | -0.56% | -0.65% | -0.13% | -0.57% | -0.28% | |
| CAD | 0.29% | 0.21% | 0.09% | 0.65% | 0.53% | 0.10% | 0.38% | |
| AUD | -0.23% | -0.29% | -0.42% | 0.13% | -0.53% | -0.42% | -0.16% | |
| NZD | 0.19% | 0.14% | -0.00% | 0.57% | -0.10% | 0.42% | 0.31% | |
| CHF | -0.10% | -0.16% | -0.28% | 0.28% | -0.38% | 0.16% | -0.31% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Japanischer Yen aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als JPY (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.