Die Dow Jones-Futures geben um 0,11 % nach und notieren während der europäischen Handelsstunden am Donnerstag bei rund 53.470. Unterdessen geben die S&P 500-Futures weiterhin um 0,06 % nach und handeln nahe 7.720, während sich die Nasdaq-100-Futures bei rund 29.520 stabil halten.
Die US-Aktienfutures zeigen gemischte Ergebnisse, da die Händler nach der Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der Federal Reserve (Fed) eine vorsichtige Haltung einnehmen. Das Protokoll der Juli-Sitzung des FOMC deutete darauf hin, dass die Verantwortlichen dazu neigen, die Zinsen bald anzuheben, falls die Inflation nicht weiter nachlässt. Diese hawkische Stimmung steht in engem Einklang mit den breiteren Markterwartungen, die bereits mindestens eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende einpreisen.
Analysten bei MUFG/BTMU berichten, dass ihr "KI-gestütztes Sentiment-Analyse-Framework" das in der vergangenen Nacht veröffentlichte Juli-FOMC-Protokoll als "etwas hawkischer als erwartet, allerdings nicht stark genug, um eine Neubewertung des Fed-Ausblicks auszulösen" einstuft. Sie heben hervor, dass die zentrale Erkenntnis darin besteht, dass die Entscheidungsträger "weiterhin über die Persistenz der Inflation besorgt sind und eine Tendenz zu weiterer Straffung beibehalten".
Die Textanalyse von MUFG/BTMU unterstreicht zudem, dass die Unterstützung für eine Zinserhöhung im Juli über die drei formellen Gegenstimmen hinausging, wobei das Protokoll festhielt, dass "mehrere Teilnehmer" eine Anhebung um 25 Basispunkte befürworteten, eine deutlichere Formulierung als das "einige Teilnehmer" im Juni-Protokoll. Diese Änderung in der Wortwahl verstärkt den Eindruck einer breiteren zugrunde liegenden Unterstützung für weitere Straffung, auch wenn sie die Markterwartungen für den geldpolitischen Kurs der Fed nicht wesentlich verändert hat.
Zu dieser vorsichtigen Stimmung tragen auch zunehmende geopolitische Spannungen in der Straße von Hormus bei, wo sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärft haben. Obwohl Präsident Donald Trump erklärte, dass der Öltransit weiterhin laufe, und Gesprächsbereitschaft mit Teheran signalisierte, bleibt die allgemeine Risikoaversion unter den Anlegern erhöht.
Diese gemischten Futures folgen auf eine positive Sitzung an der Wall Street, wo die wichtigsten Indizes im regulären Handel am Mittwoch zulegten. Ein deutlicher Rückgang der Treasury-Renditen sorgte für Entlastung an den Märkten und ermöglichte es dem Dow Jones und dem S&P 500, um 0,22 % bzw. 0,21 % zu steigen, während der Nasdaq Composite um 0,16 % zulegte. Diese Anstiege beendeten erfolgreich eine dreitägige Verlustserie bei allen drei Benchmark-Indizes.
Das US-Schatzamt kündigte Maßnahmen an, um die stark gestiegenen Renditen einzudämmen und Liquiditätsbedenken zu lindern. Das Schatzamt plant, seine Rückkaufoperationen für langlaufende Wertpapiere mit Laufzeiten von 10 bis 30 Jahren zu verdoppeln. Durch eine verstärkte Intervention will das Schatzamt die langfristigen Finanzierungskosten begrenzen und die globale US-Dollar-(USD)-Liquidität stärken, ein Schritt, der letztlich den Greenback unter Druck setzen könnte.
UBS warnt davor, dass die jüngsten Kommentare zum US-Anleihemarkt eher von breiteren politischen Ansichten als von den Marktgrundlagen geprägt sein könnten. Die Bank argumentiert, dass "das Narrativ rund um den Anleihemarkt durch die Abneigung der Kommentatoren gegenüber anderen Politikmaßnahmen der Regierung verzerrt sein könnte", wobei einige Beobachter "Reaktionen des Anleihemarkts nutzen, um gegen Krieg oder Zölle zu argumentieren", anstatt die Bewegungen nach ihrem eigenen wirtschaftlichen Gehalt zu beurteilen.