USD/MXN setzt seinen Abwärtstrend nun schon den 14. Tag in Folge fort und liegt mit minimalen 0,08% im Minus, während der mexikanische Peso am Donnerstag nahe einem 24-Monats-Tief von 17,01 verharrt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Schwellenländer-Währungspaar unter 17,05, da die Händler die jüngsten schwachen US-Inflationsdaten auf Verbraucher- und Erzeugerseite verarbeiten.
Nachdem USD/MXN bis Ende Juli die 50- und 100-Tage Simple Moving Averages (SMAs) überwunden hatte, beschleunigte sich der Abwärtstrend auf Jahrestiefs. Bemerkenswert ist, dass die Marktstruktur aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs intakt bleibt, und ein Durchbruch unter die Marke von 17,00 könnte den Weg für weitere Verluste ebnen.
Der Relative Strength Index (RSI) deutet darauf hin, dass dem Abwärtstrend die Kraft ausgehen könnte. Obwohl USD/MXN weiter nachgibt, hat sich die Veränderungsrate zwischen den Sitzungen verringert, was bedeutet, dass sich Marktteilnehmer weiterhin davor scheuen, neue Richtungswetten einzugehen.
Dies könnte zweierlei bedeuten: Erstens, dass vor einer Fortsetzung des Abwärtstrends und einem Test der im Jahr 2024 erreichten tieferen Niveaus zunächst eine Konsolidierung ansteht; oder dass USD/MXN einen Boden gefunden hat und die Richtung gewechselt hat, mit Blick nach oben.
Im ersten Szenario eröffnet ein Rückgang von USD/MXN unter 17,00 den Weg, das monatliche Tief vom Mai 2024 bei 16,52 zu testen, gefolgt vom Monatstief vom April 2024 bei 16,26. Sobald diese beiden Marken aus dem Weg geräumt sind, liegt die nächste Unterstützung bei 16,00.
Umgekehrt könnte ein Anstieg von USD/MXN über den 50-Tage-SMA bei 17,38, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 17,40, eine Rallye in Richtung 17,50 verstärken. Bei weiterer Stärke liegt der nächste Widerstand beim 200-Tage-SMA bei 17,59.

Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.