NZD/USD handelt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts am Montag um 0,5895 und damit im Tagesverlauf praktisch unverändert. Das Paar konsolidiert unterhalb der Marke von 0,5900, nachdem es sich von seinem jüngsten Monatshoch zurückgezogen hat, da der US-Dollar (USD) einen Teil der Verluste wieder aufholt, die im Zuge enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten entstanden waren.
Der am Freitag veröffentlichte Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht zeigte, dass die US-Wirtschaft im Juli unerwartet 23.000 Arbeitsplätze verloren hat. Auch die Zahl des Vormonats wurde deutlich nach unten revidiert, auf nur 20.000 neu geschaffene Stellen statt der zunächst gemeldeten 57.000. Die Daten deuten auf einen sich abkühlenden Arbeitsmarkt hin und belasteten den US-Dollar zunächst, da sie die Argumente für eine geldpolitische Straffung durch die Federal Reserve (Fed) schwächten.
Die bärische Reaktion beim US-Dollar lässt jedoch nach, da geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach sicheren Häfen wiederbeleben. Die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus bleibt erhöht, während neue Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen auf saudische Energieinfrastruktur die Sorgen um die Energieversorgung aufrechterhalten.
Gleichzeitig schüren höhere Ölpreise erneut Inflationssorgen in den Vereinigten Staaten (USA). Anleger befürchten, dass energiegetriebene Inflation die Fed dazu zwingen könnte, die Geldpolitik länger restriktiv zu halten oder die Zinsen sogar erneut anzuheben. Erwartungen einer strafferen US-Geldpolitik tragen ebenfalls dazu bei, die Renditen von US-Staatsanleihen erhöht zu halten, was dem Greenback zusätzlichen Rückenwind verleiht.
Auch das internationale Umfeld belastet den neuseeländischen Dollar (NZD). Am Wochenende veröffentlichte Daten zeigten, dass sich der jährliche Verbraucherpreisindex (VPI) in China im Juli auf ein Sechsmonatstief verlangsamt hat, während der Erzeugerpreisindex (EPI) stärker als erwartet nachgab. Schwächere Inflation in China schürt Sorgen um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und belastet antipodische Währungen, einschließlich des Kiwi.
Die Abwärtsbewegung bei NZD/USD bleibt jedoch durch die hawkische Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) begrenzt. Die neuseeländische Zentralbank verfolgt weiterhin einen ausreichend restriktiven Kurs, um den neuseeländischen Dollar zu stützen und den Abwärtsdruck auf das Paar vorerst einzudämmen.
Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die in dieser Woche anstehenden US-Inflationsdaten. Die Zahlen könnten neue Hinweise auf den Zinspfad der Fed liefern, da die Märkte einen sich abkühlenden Arbeitsmarkt gegen das Risiko einer erneuten energiegetriebenen Inflation abwägen. Auch die Entwicklungen im Nahen Osten dürften ein wichtiger Treiber des US-Dollars und damit von NZD/USD bleiben.
Im Stundenchart notiert NZD/USD bei 0,5895 und hält einen moderat bullishen Bias, während sich das Paar oberhalb des 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) nahe 0,5879 und des 200-Perioden SMA um 0,5863 konsolidiert. Das Paar arbeitet sich allmählich höher in Richtung des horizontalen Widerstands bei 0,5909, während der Relative Strength Index (RSI) um 61 auf ein solides, aber nicht überdehntes Aufwärtsmomentum hindeutet und die Käufer damit in Kontrolle bleiben, solange der Kurs über dem zugrunde liegenden gleitenden Durchschnitts-Floor bleibt.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 100-Perioden SMA um 0,5879, gefolgt vom 200-Perioden SMA nahe 0,5863 und dem horizontalen Niveau bei 0,5860, die zusammen eine breitere Nachfragezone bilden und die jüngste Erholung schützen. Auf der Oberseite würde ein Durchbruch über den Widerstand bei 0,5909 den Weg für eine Fortsetzung des Anstiegs öffnen, während ein wiederholtes Scheitern dort das Risiko eines Pullbacks zurück in Richtung der darunter liegenden gebündelten Unterstützungen bergen würde.
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