TradingKey - Intels Plan zur Beschaffung von 15 Milliarden US-Dollar sorgt für Besorgnis; Marktbefürchtungen über eine Aktienverwässerung lösen einen Kurseinbruch unter die 100-Dollar-Marke aus.
Am 10. August US-Ostküstenzeit reichte Intel ( INTC) eine brisante Pflichtmitteilung ein, in der Pläne für eine öffentliche Emission von Stammaktien im Wert von 15 Milliarden US-Dollar angekündigt wurden. Nach dieser Nachricht löste die Angst der Anleger vor einer erheblichen Verwässerung der Anteile sofort eine Verkaufswelle aus, die den Aktienkurs von Intel im vorbörslichen Handel um über 3 % ins Minus drückte. Damit wurde die psychologische Marke von 100 US-Dollar unterschritten, und die Aktie notierte vorübergehend bei 98,36 US-Dollar.
Intel-Aktienchart, Quelle: TradingView
Warum hat Intel plötzlich eine so massive Aktienemission auf den Weg gebracht? Intel wies darauf hin, dass die Kundennachfrage im Bereich des KI-Computing weiterhin robust ist und die Erlöse zur Förderung wachstumsstarker Geschäftsbereiche wie physischer KI, Spezialchips, fortschrittlichem Packaging und externen Foundry-Dienstleistungen verwendet werden sollen. Ein weiterer, leicht zu übersehender Aspekt ist, dass Intel die Eigenkapitalfinanzierung nutzen kann, um seine Verschuldungsquote zu senken und sein Investment-Grade-Kreditrating zu sichern.
Allerdings verwässert das massive Volumen der Intel-Emission kurzfristig direkt den Gewinn je Aktie (EPS) und die Eigentumsanteile der bestehenden Aktionäre, was der Hauptgrund für den unmittelbaren Abwärtsdruck auf den Aktienkurs ist. Zudem hegen die Institutionen an der Wall Street trotz der robusten KI-Nachfrage generell Bedenken hinsichtlich der Effizienz der Investitionsausgaben im Foundry-Geschäft von Intel. Da der Markt noch auf einen klareren Zeitplan für einen positiven freien Cashflow wartet, nimmt der Abwärtsdruck auf den Aktienkurs zu, sodass ein erneutes Testen der Marke von 80 US-Dollar auf kurze Sicht sehr wahrscheinlich ist.