EUR/CAD legt nach drei Verlusttagen leicht zu und handelt während der europäischen Handelsstunden am Montag um 1,6120. Das Währungspaar hält sich, vor allem getragen von einem robusten Euro (EUR) nach dem positiven wirtschaftlichen Sentiment in der Eurozone.
Die Sentix-Investorenvertrauensdaten der Eurozone, ein wichtiger Indikator für die Anlegerstimmung, stiegen im August auf 0,9 und verzeichneten damit erstmals seit fünf Monaten einen positiven Wert. Die Anlegerstimmung war zuvor mit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten im März in den negativen Bereich gefallen, zeigte jedoch im Juli mit einem Anstieg auf -3,1 Anzeichen einer Erholung.
Das Aufwärtspotenzial für das Währungspaar EUR/CAD könnte durch Unterstützung für den rohstoffgebundenen Kanadischen Dollar (CAD) inmitten höherer Ölpreise begrenzt werden. West Texas Intermediate bleibt im positiven Bereich und wird zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei rund 77,20 USD pro Barrel gehandelt.
Die Rohölpreise erholten sich, da die anhaltende Unsicherheit die Bemühungen um eine Wiedereröffnung der wichtigen Straße von Hormus überschattet. Am Wochenende erklärte der Iran, dass die Gespräche mit Oman zur Einrichtung einer sicheren Schifffahrtsroute durch die strategisch wichtige Wasserstraße kurz vor einer Einigung stünden, warnte jedoch, dass eine Vereinbarung nicht zu einer sofortigen Wiedereröffnung führen würde.
Unterdessen bleibt die regionale Sicherheitslage fragil; von Iran unterstützte Huthi-Milizen im Jemen bekannten sich zu einem jüngsten Angriff auf die saudische Jazan-Raffinerie, und ein von der Abu Dhabi National Oil Co. betriebenes Tanker-Schiff geriet in der Straße unter Beschuss.
HSBC Asset Management stellt fest, dass ein "jüngster Anstieg der Ölpreisvolatilität den Konflikt im Nahen Osten für die Märkte in den Vordergrund gerückt hat", und weist darauf hin, dass Rohöl zwar "der sichtbarste Kanal" sei, die Auswirkungen für Unternehmensschuldner jedoch tiefer gingen. Die Bank betont, dass für Kreditinvestoren "eine große Frage" nicht nur die Schlagzeilenbewegung bei den Energiepreisen sei, sondern "wie und wo die Störung zu Versorgungsengpässen über Branchen und Lieferketten hinweg führen könnte", insbesondere in Sektoren, die auf Petrochemikalien, Düngemittel und Industriegase angewiesen sind.