TradingKey – SK Hynix stellt klar, dass Entscheidung über Veräußerung des Werks in Chongqing noch aussteht; ADR-Kurs gibt vorbörslich leicht nach.
Am 10. Juli (Eastern Time) gab SK Hynix ( SKHY) in einer Mitteilung als Reaktion auf Marktgerüchte über den „Verkauf seines Werks im chinesischen Chongqing“ bekannt, dass das Unternehmen „verschiedene Optionen prüft, um die Wettbewerbsfähigkeit seines Packaging-Geschäfts zu steigern, konkrete Beschlüsse jedoch noch nicht gefasst wurden“. Im heutigen vorbörslichen Handel fiel die Aktie von SK Hynix um 0,3 % und notierte vorübergehend bei 137,49 US-Dollar.

Aktienkurs-Chart von SK Hynix, Quelle: TradingView
Zuvor machten am Markt Gerüchte die Runde, dass SK Hynix sein Werk im chinesischen Chongqing für 4,2 Billionen Won (ca. 3,0 Milliarden US-Dollar) verkaufen wolle. Dabei standen verschiedene Veräußerungswege wie ein Direktverkauf oder die Einbindung externer Investoren zur Monetarisierung im Raum. Die offizielle Reaktion von SK Hynix, wonach man „weiterhin verschiedene Optionen prüfe und noch nichts beschlossen sei“, hat nun den Erwartungen auf eine sofortige Realisierung kurzfristiger potenzieller Gewinne aus dem Verkauf von Vermögenswerten einen Dämpfer verpasst und die Aktie unter Druck gesetzt.
Allerdings dementierte SK Hynix einen potenziellen Verkauf nicht. Stattdessen hieß es: „Sollten in dieser Angelegenheit künftig konkrete Beschlüsse gefasst werden, werden wir dies innerhalb eines Monats ab dem Beschlussdatum bekannt geben.“ Dies bedeutet, dass ein Verkauf des Werks weiterhin eine Option bleibt, sofern ein geeigneter Veräußerungsweg gefunden wird. Sollte dies der Fall sein, ließen sich damit nicht nur die Auswirkungen der verschärften geopolitischen Halbleiter-Exportkontrollen zwischen den USA und China effektiv abfedern. Vielmehr könnten die frei werdenden Mittel auch direkt in die massiven Investitionsausgaben für HBM3e/HBM4 sowie das fortschrittliche 2.5D-Packaging fließen – beides Faktoren, die dem Aktienkurs eine wichtige Stütze bieten würden.