Der mexikanische Peso legt am Montag gegenüber dem US-Dollar zu, da die Risikobereitschaft die Attraktivität der Carry-Trade-Strategie der Schwellenländerwährung erhöht, während Händler auf die Veröffentlichung der geldpolitischen Sitzung der Bank of Mexico (Banxico) Ende dieser Woche warten. USD/MXN notiert bei 17,32 und damit 0,14% niedriger.
In der vergangenen Woche zeigte der mexikanische Wirtschaftskalender, dass die Wirtschaft in der vorläufigen Schätzung für das zweite Quartal laut der nationalen Statistikbehörde über den Erwartungen gewachsen ist. Das mexikanische BIP stieg im Q2 um 1,5% gegenüber dem Vorquartal, nach einem Rückgang von -0,6% im Q1 2026. Die Erholung war bemerkenswert und wurde laut Moody’s Analytics durch den privaten Konsum als wichtigstem Wachstumstreiber sowie durch soziale Wohlfahrtsprogramme gestützt.
In dieser Woche ist der mexikanische Wirtschaftskalender überschaubar, wobei Händler auf die Daten zum Verbrauchervertrauen am 4. August und anschließend auf die Zinsentscheidung von Banxico am 6. August warten. Daten von Prime Terminal zeigten eine Wahrscheinlichkeit von 88% für ein Festhalten bei 6,50% und eine geringe Wahrscheinlichkeit von 12% für eine Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung.
Banxico veröffentlichte seine Umfrage unter privaten Ökonomen, wobei die Mehrheit ihre Inflationsprognosen für das laufende Jahr senkte und die BIP-Projektionen anhob. Es wird erwartet, dass die Inflation 2026 bei 4% endet, nach 4,2% im Juni, während auch die Kerninflation von 4,18% auf 4% zurückgehen dürfte. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft von 1,10% auf 1,20% wächst, während der USD/MXN-Wechselkurs voraussichtlich stabil bei 17,88 bleiben wird.
Jenseits der Nordgrenze wird die US-Wirtschaft weiterhin von geopolitischen Themen im Zusammenhang mit dem US-Iran-Krieg geprägt. Obwohl die Feindseligkeiten pausierten, blieben die Gespräche unverändert, wie CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichtete.
Datenmäßig hat sich die Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe in den USA laut dem ISM Manufacturing PMI für Juli verbessert. Der PMI stieg von 53,3 auf 55,6, übertraf damit die Schätzungen von 54 und deutet darauf hin, dass Unternehmen einstellen, während die Unterkomponente der gezahlten Preise darauf hindeutet, dass die Inputkosten weiterhin hoch bleiben.
Der US-Kalender wird am Freitag, dem 7. August, Arbeitsmarktdaten umfassen, angeführt von der ADP Employment Change, der Umfrage zu offenen Stellen, den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und dem Nonfarm Payrolls-Bericht für Juli.
Auf dem Tages-Chart notiert USD/MXN bei 17,3198, setzt seinen Pullback fort und behält einen kurzfristig bärischen Bias bei, da der Spot unter dem Cluster der einfachen gleitenden Durchschnitte (SMA) bleibt, dessen jüngster Wert bei 17,4158 liegt. Das Paar bleibt zudem unter einer näheren fallenden Widerstandstrendlinie von 18,1651, die zuletzt um 17,5456 berührt wurde, während der Relative Strength Index (14) bei 42,24 in die untere Hälfte seiner Spanne driftet und damit auf anhaltenden, aber noch nicht überverkauften Abwärtsdruck hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim SMA-Cluster um 17,4158, wobei die erwähnte fallende Trendlinienbarriere nahe 17,5456 die Begrenzung verstärkt, bevor ein weiter entfernter struktureller Widerstand bei 18,1200 entlang der längerfristigen Abwärtstrendlinie folgt. Da unterhalb des aktuellen Kurses keine nennenswerten Unterstützungsniveaus durch das derzeitige Indikatorenset definiert sind, müsste das Paar zunächst 17,4158 zurückerobern, um den unmittelbaren Abwärtsdruck zu lindern, und dann 17,5456 anzugreifen, um eine nachhaltigere Erholungsphase einzuleiten.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.