GBP/JPY legt um mehr als 0,30% zu und steigt über 218,00, da sich die Risikobereitschaft inmitten der allgemeinen Schwäche des US-Dollars nach der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve verbessert. Das Paar notiert nahe 218,50, nachdem es ein Tagestief (LOD) von 217,16 erreicht hatte.
Das Währungspaar war darauf ausgerichtet, seine Verluste nach Erreichen eines Zehn-Tage-Tiefs auszuweiten. Allerdings folgte GBP/JPY nach der Entscheidung der Fed der Richtung des GBP/USD-Paares.
Das Momentum spricht für weitere Zugewinne, wie der Relative Strength Index (RSI) zeigt. Daher ist der Weg des geringsten Widerstands nach oben gerichtet, doch ein mögliches Eingreifen der japanischen Behörden an den FX-Märkten könnte die Tür für weitere Verluste öffnen.
Für eine bullische Fortsetzung wäre der erste Widerstand für GBP/JPY die psychologische Marke von 219,00. Darüber liegt die Konfluenz der Tageshochs vom 15. Juli und 15. bei 219,57/61, gefolgt von der Marke von 220,00.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung bei 218,00. Ein Durchbruch darunter würde das Tagestief (LOD) bei 217,16 freilegen, gefolgt vom am 30. April erreichten Tageshoch, das nun als Unterstützung bei 216,60 dient. Sobald diese Hürde genommen ist, liegt das nächste Ziel beim 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 215,62.

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.