Der Kiwi-Dollar dreht im Tagesverlauf ins Minus und verliert 0,11% gegenüber dem US-Dollar, in einer Woche, in der die Fed ihre erste Zinserhöhung seit drei Jahren vorgenommen hat, was den Greenback gegenüber den meisten G8-FX-Währungen stützte. NZD/USD notiert bei 0,5725, nachdem ein Hoch bei 0,5787 erreicht wurde.
Die Kursentwicklung zeigt, dass die Verkäufer am Freitag stark einstiegen, als NZD/USD in Richtung 0,5787 sprang, doch die Bewegung wurde umgekehrt und das Paar beendete die Woche nahe dem Tagestief vom Freitag.
Der Relative Strength Index (RSI) steht kurz davor, zum zweiten Mal im September in den überverkauften Bereich zu drehen, was bedeutet, dass der Abwärtstrend wieder aufgenommen werden dürfte.
Für eine bärische Fortsetzung muss NZD/USD 0,5700 unterschreiten. Ein entscheidender Bruch würde das Tagestief vom 8. Juli bei 0,5671 freilegen, bevor das Paar das Jahrestief (YTD) bei 0,5626 antestet.
Andererseits eröffnet ein Anstieg von NZD/USD über 0,5750 die Tür für einen Test von 0,5800. Wird diese Marke durchbrochen, liegt der nächste Widerstand des Paares beim 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 0,5834. Darüber befinden sich der 200-Tage-SMA bei 0,5853 und der 50-Tage-SMA bei 0,5856.

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.