Der USD/CHF fällt am Dienstag um 0,70 % auf 0,8091, da der jüngste US-Inflationsbericht die Marktteilnehmer veranlasste, ihre hawkischen Wetten auf eine Zinssenkung der Federal Reserve in diesem Jahr zurückzunehmen.
Die Kursentwicklung zeigt, dass der Aufwärtstrend intakt bleibt. Die Marktstruktur mit höheren Hochs und höheren Tiefs bleibt trotz des Rückgangs des USD/CHF unter die Marke von 0,8100 nach der Veröffentlichung makroökonomischer Daten erhalten.
Das Momentum spricht für weitere Kursgewinne, da der Relative Strength Index (RSI) bullisch über seinem neutralen Niveau von 50 liegt.
Wenn der USD/CHF jedoch einen Tagesabschluss über 0,8100 verzeichnet, ist eine potenzielle Bewegung in Richtung Tageshoch (HOD) bei 0,8152 wahrscheinlich. Wird dieses Niveau überwunden, folgt das Tageshoch vom 1. August 2025 bei 0,8171, bevor Händler die Marke von 0,8200 anvisieren. Darüber liegen die psychologischen Marken bei 0,8250 und 0,8300.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim Tagestief (LOD) bei 0,8060. Ein Durchbruch darunter würde das Swing-Tief vom 10. Juli bei 0,8030 freilegen, gefolgt von der Marke 0,8000. Bei weiterer Schwäche ist die nächste Unterstützung das Tagestief vom 2. Juli bei 0,8010.

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.