Apple stärkt On-Device-KI, kooperiert mit PrismML, um die lokale Ausführung großer Modelle auf dem iPhone zu ermöglichen

Quelle Tradingkey

TradingKey - Apple ( AAPL) setzt verstärkt auf On-Device-KI, wodurch große KI-Modelle voraussichtlich lokal auf iPhones ausgeführt werden können.

Der CEO des im Silicon Valley ansässigen KI-Startups PrismML erklärte, dass Apple Gespräche über eine technische Partnerschaft führe. Ziel sei es, eine Technologie zur extremen Modellkomprimierung zu nutzen, um leistungsstarke Großmodelle direkt auf iPhones auszuführen und so die Hardware-Engpässe von On-Device-KI zu überwinden.

PrismML kündigte offiziell eine komprimierte Version von Alibabas Tongyi-Qianwen-Modell (Qwen) an. Dabei wurde das Großmodell von seiner ursprünglichen Größe von 54 GB und 27 Milliarden Parametern auf unter 4 GB komprimiert, sodass es vollständig auf dem iPhone 15 und neueren Modellen ausgeführt werden kann. Dies wird den Speicherbedarf um mehr als 90 % senken, die Inferenzgeschwindigkeit um das 6- bis 8-fache steigern und den Stromverbrauch um das 3- bis 6-fache senken.

Aktuell hat Apple mit Live-Tests und der Verifizierung dieser Technologie begonnen, wobei der Fokus auf der Evaluierung von Ausführungsgeschwindigkeit, Energieeffizienz und On-Device-Kompatibilität liegt. Die Gespräche zwischen den beiden Parteien befinden sich noch in einem frühen Stadium, doch die Fortschritte verlaufen insgesamt reibungslos.

Marktanalysten zufolge könnte Apple bei einer Implementierung der Technologie für leichtgewichtige Modelle rechenintensive Funktionen wie computergestützte Fotografie, Videogenerierung und die Verarbeitung von Gesundheitsdaten direkt auf das Gerät verlagern, was seine Vorteile beim Datenschutz weiter stärken würde. Dank der vertikal integrierten Hard- und Softwarekompetenz durch selbst entwickelte Chips und Betriebssysteme verfügt Apple über einen natürlichen Vorteil bei der Anpassung und Implementierung von Modellen. In Zukunft ist es sehr wahrscheinlich, dass das Unternehmen eine Hybridarchitektur aus „lokaler Verarbeitung für alltägliche Interaktionen, Cloud-Hosting für komplexe Aufgaben“ einführen wird.

Während einige Stimmen darauf hindeuten, dass leichtgewichtige Modelle den Bedarf an Cloud-Rechenleistung und -Speicher reduzieren werden, gehen die meisten Institutionen davon aus, dass der technologische Fortschritt die Rechenleistung lediglich von der Cloud auf das Gerät verlagern wird, anstatt die Gesamtnachfrage nach Chips zu verringern. Stattdessen werden die Effizienzgewinne weitere KI-Anwendungsszenarien begünstigen und so das allgemeine Nachfragewachstum ankurbeln.

Brancheninsider weisen jedoch darauf hin, dass die Technologie erst noch in großflächigen Praxisanwendungen verifiziert werden muss und ihre Auswirkungen auf Akkulaufzeit, Stabilität sowie langfristige Leistung abzuwarten bleiben.

Für Apple ist die künftige Nachfrage nach Hardware-Upgrades das Anlagethema mit dem größeren Potenzial. Nach Schätzungen von Morgan Stanley können weltweit rund 850 Millionen iPhones Apple Intelligence nicht ausführen; zudem werden 1,3 Milliarden Geräte die kommende KI-Siri nicht unterstützen, wodurch das potenzielle Upgrade-Volumen frühere Produktiterationszyklen bei Weitem übertrifft.

Sobald die KI-Interaktion zum zentralen Interaktionsmodus zwischen Nutzern und intelligenten Geräten wird, wodurch Nutzer über Siri Bestellungen aufgeben, Termine verwalten und digitale Aufgaben koordinieren können, wird die Notwendigkeit von Hardware-Upgrades deutlich höher sein als bei einfachen Software-Updates – und dass Software-Innovationen die Hardware-Verkäufe ankurbeln, ist genau die Kern-Wachstumslogik von Apple.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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