Der japanische Yen verzeichnet gegenüber dem US-Dollar Gewinne von über 0,31 %, da Händler hawkische Wetten nach einem schwächer als erwarteten US-Inflationsbericht reduzieren. USD/JPY handelt bei 161,93 nach einem Tageshoch von 162,48.
Der jüngste US-Inflationsbericht zeigte, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) im Juni im Jahresvergleich um 3,5 % stieg, unter den Schätzungen von 3,8 % und unter dem Wert von 4,2 % im Mai. Dies löste eine Neubewertung der hawkischen Fed-Wetten aus, wobei Händler nun nur noch 18 Basispunkte Straffung erwarten, gegenüber 35 Basispunkten vor einem Tag, laut Prime Terminal-Daten.
Der Fed-Vorsitzende Kevin Warsh sagt vor dem US-Kongress aus. Er kommentierte, dass die Fed sich verpflichtet hat, Preisstabilität zu erreichen, und gleichzeitig anerkennt, dass der Arbeitsmarkt gut ausbalanciert ist. Auf die Frage zum VPI im Juni antwortete er, dass dies nicht bedeutet, dass die Mission erfüllt sei, und dass er keine Überinterpretation oder selektive Datenwahl vornehmen möchte.
Unterdessen halten die Konflikte im Nahen Osten die Energiepreise hoch, wobei der US-Rohöl-Benchmark WTI am Tag um über 1,50 % steigt und im Monat um fast 11 %. Obwohl die Inflation im Juni kühler als erwartet ausfiel, könnte der Wert für Juli aufgrund des Anstiegs der Energiepreise höher ausfallen.
In dieser Woche steht im US-Wirtschaftskalender die Veröffentlichung des Produzentenpreisindex (PPI) für Juni an, der voraussichtlich von 6,5 % auf 6,2 % sinken wird, sowie der Kern-PPI, der voraussichtlich von 4,9 % auf 5,2 % steigen wird. Daneben liegt der Fokus der Händler auf weiteren Fed-Reden, angeführt vom Vorsitzenden Warsh, der Gouverneurin Cook und dem Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams.
Im Tages-Chart handelt USD/JPY bei 162,15 und behält eine klare bullische Tendenz bei, da der Kurs über der gebündelten Unterstützung der einfachen gleitenden Durchschnitte nahe 160,19 und dem horizontalen Boden bei 160,00 bleibt. Die aufwärts geneigten Trendlinien, die von 139,89 und 152,10 ausgehen, zusammen mit der ehemaligen Widerstandslinie von 159,23, die nun als zugrundeliegende Nachfrage fungiert, verstärken die konstruktive Struktur, während der Relative Strength Index (14) nahe 57 ein positives, aber nicht überdehntes Momentum nach einer Abkühlung von überkauften Werten anzeigt.
Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung am Cluster der einfachen gleitenden Durchschnitte um 160,19 gesehen, eng unterstützt durch das horizontale Niveau bei 160,00, wo Käufer bei Rücksetzern eingreifen könnten. Ein tieferer Rückgang würde die aufwärts gerichtete Trendlinienreferenz nahe 158,23 freilegen, wobei die breitere bullische Kontrolle erst bei anhaltender Schwäche in Richtung des Trendlinienbereichs bei 154,40 gefährdet wäre, sodass das Paar geneigt bleibt, Gewinne auszubauen, solange diese Unterstützungen halten.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.