Die Dow Jones-Futures verlieren 0,26 % und notieren während der europäischen Handelszeiten am Dienstag bei rund 52.620. Unterdessen fallen die S&P 500-Futures und Nasdaq 100-Futures um 0,03 % bzw. 0,42 % und handeln nahe 7.560 bzw. 29.600.
Die US-Aktien-Futures geben nach, da die Marktstimmung angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran vorsichtig bleibt. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat neue Präzisionsschläge gegen iranische Militärziele ausgeführt und hervorgehoben, dass mehr als 50.000 amerikanische Truppen weiterhin in der gesamten Region stationiert sind.
Die US-Aktienmärkte schlossen am Montag im regulären Handel niedriger, getrieben von einem starken Ausverkauf im Technologiesektor. Der technologieorientierte Nasdaq Composite führte den Abwärtstrend mit einem Rückgang von 1,55 % an, während der S&P 500 um 0,79 % und der Dow Jones Industrial Average um 0,26 % nachgaben.
Der Markteinbruch wurde hauptsächlich durch zunehmende Anlegerängste hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Investitionen in künstliche Intelligenz ausgelöst. Chip-Hersteller trugen den Großteil der Verluste, da wachsende Befürchtungen bestehen, dass große AI-Hyperscaler ihre massiven Infrastrukturinvestitionen bald zurückfahren könnten. Folglich beendeten Branchenriesen wie Micron, Nvidia, SanDisk, AMD und Intel die Sitzung allesamt deutlich im Minus.
Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den Finanzsektor, da eine Welle von Unternehmensgewinnen ansteht. Hochkarätige Quartalsberichte von wichtigen Wall-Street-Kreditgebern, darunter JPMorgan Chase, Goldman Sachs, Bank of America, Citigroup und Wells Fargo, sollen später am Tag veröffentlicht werden.
Die Rohölpreise steigen aufgrund erneuter Versorgungsbedenken, was Ängste schürt, dass energiegetriebene Inflation die Federal Reserve (Fed) dazu zwingen wird, die Zinssätze hoch zu halten. Die Markterwartungen haben sich daraufhin schnell verschoben, wobei das CME FedWatch Tool nun eine 51%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im September anzeigt, verglichen mit nur 23% Chance, dass die Zinsen unverändert bleiben.
Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Juni soll am Dienstag veröffentlicht werden. Analysten erwarten eine Divergenz zwischen einem 0,1%igen Rückgang der Gesamtinflation im Monatsvergleich und einem hartnäckigen Anstieg von 0,3% im Kernindex. Fed-Chef Kevin Warsh wird eine mit Spannung erwartete Anhörung vor dem Kongress abhalten, eine Sitzung, die Händler Wort für Wort analysieren werden, um Hinweise darauf zu erhalten, ob die Zentralbank die zunehmende hawkische Haltung des Marktes bestätigen wird.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.