TradingKey – Am 14. Juli US-Ostküstenzeit erreichten die ADR-Aktien von SK Hynix ( SKHY) ein neues Hoch seit der Börsennotierung und machten damit alle Verluste seit ihrem Debüt wett. Bis zum Redaktionsschluss stiegen sie um 17 % auf 178,66 US-Dollar.
Berichten zufolge hat heute der Optionshandel für die Aktie an den US-Optionsbörsen begonnen. Der derzeit aktivste Kontrakt am Markt ist die Call-Option mit einem Basispreis von 185 US-Dollar und einem Handelsvolumen von rund 2.900 Kontrakten, gefolgt von der Put-Option bei 145 US-Dollar.
Unterdessen sind auch die im August auslaufenden Call-Optionen mit einem Basispreis von 200 US-Dollar sehr gefragt; das Handelsvolumen überstieg hier 1.500 Kontrakte. Daniel Kirsch, Leiter des Optionshandels bei Piper Sandler, wies darauf hin, dass sich Händler voraussichtlich aggressiv für kurzfristige Trades positionieren werden, um in dieser Woche auf weitere Gewinne der SK Hynix ADRs zu wetten. Es wird erwartet, dass sich die Nachfrage nach kurzfristigen Call-Optionen deutlich belebt, wobei die an diesem Freitag auslaufenden Call-Optionen einen schnellen Zustrom von Privatanlegern anziehen könnten.

[Quelle: TradingView, 15-Minuten-Candlestick-Chart]
Unterdessen gab SK Hynix bekannt, dass das Unternehmen offiziell mit der Serienproduktion und Auslieferung von 12-lagigem HBM4 an Nvidia begonnen hat, wobei das Produkt nun in die Phase des Kapazitätshochlaufs eintritt. Im Gegensatz zu früheren Lieferungen, die als Muster klassifiziert waren, ist dies das erste Mal, dass HBM4 mit den endgültigen Spezifikationen ausgeliefert wird, nachdem alle Qualitätszertifizierungen für Nvidias KI-Plattform der nächsten Generation, „Vera Rubin“, erfolgreich abgeschlossen wurden. Es wird davon ausgegangen, dass SK Hynix ab diesem September sein HBM4-Liefervolumen offiziell ausweiten wird, um die Nachfrage von Nvidia nach High-End-Rechenchips vollständig zu decken.
Darüber hinaus könnte auch Samsung Electronics, die andere Hälfte von Südkoreas „Speicherchip-Duo“, eine US-Börsennotierung anstreben. Medienberichten zufolge befindet sich Samsung Electronics in der Frühphase der Prüfung einer möglichen Emission von American Depositary Receipts (ADRs). Mit der Angelegenheit vertraute Personen gaben an, dass das Unternehmen vorläufige Gespräche mit Banken geführt, sich aber noch nicht entschieden habe, ob es den Plan weiterverfolgt. Den Berichten nach wird Samsung Electronics den stark schwankenden Speicherchip-Sektor bei seiner Entscheidungsfindung genau beobachten.
Mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten, dass im Falle einer Entscheidung für einen US-Börsengang die enorme geschäftliche Reichweite des Unternehmens sowie die anhaltenden Tarifkonflikte Herausforderungen bei der Gestaltung der Transaktionsstruktur darstellen könnten. Derzeit erstrecken sich die Hauptgeschäftsfelder von Samsung Electronics über mehrere Sektoren, darunter Unterhaltungselektronik, Halbleiter, Display-Panels und Automobilelektronik.
Samsung hatte bereits in der Vergangenheit die Möglichkeit einer ADR-Emission geprüft, sich letztlich aber dagegen entschieden. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen hat der erfolgreiche US-Börsengang des Konkurrenten SK Hynix dem Unternehmen jedoch neuen Auftrieb gegeben, die Idee erneut zu prüfen. Dennoch befinden sich die Gespräche in einem sehr frühen Stadium und stellen eher eine interne Evaluierung als einen konkreten Plan dar; zudem wurden noch keine Banken mit der Begleitung der Emission beauftragt.
Als härtester Konkurrent von Samsung im Speicherchip-Bereich sammelte SK Hynix in der vergangenen Woche durch sein ADR-Angebot 26,5 Milliarden US-Dollar ein und stellte damit einen Rekord für die größte Kapitalaufnahme eines ausländischen Unternehmens bei einem US-Börsengang auf. Diese Transaktion zeigt, dass die Nachfrage der Investoren nach Schlüsselunternehmen der globalen KI-Infrastruktur trotz der Sorgen des Marktes über hohe Bewertungen in der Lieferkette der künstlichen Intelligenz weiterhin robust ist.