Der Neuseeland-Dollar (NZD) stärkt sich am Mittwoch gegenüber dem US Dollar (USD), nachdem die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) bei ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung eine hawkische Haltung beibehielt und signalisierte, dass der Offizielle Leitzins (OCR) wahrscheinlich früher und stärker steigen muss als im geldpolitischen Bericht vom Februar prognostiziert.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert NZD/USD bei rund 0,5895, bewegt sich nahe einem Zwei-Wochen-Hoch und liegt am Tag mehr als 1% im Plus.
Unterdessen belastet der vorsichtige Optimismus rund um die laufenden US-Iran-Verhandlungen den Greenback und unterstützt damit risikosensitive Währungen.
Die Stimmung verbesserte sich, nachdem der iranische Staatsfernsehen berichtete, dass Teheran und Washington einen ersten inoffiziellen Rahmen für ein Memorandum of Understanding (MOU) ausgearbeitet hätten. Laut dem Entwurf würden US-Militärkräfte aus der Nähe des Iran abziehen und die Seeblockade aufheben, während der Iran den kommerziellen Transit durch die Straße von Hormus innerhalb eines Monats auf das Vorkriegsniveau wiederherstellen würde.
Der Bericht besagte außerdem, dass jede endgültige Vereinbarung, die innerhalb von 60 Tagen getroffen wird, durch eine verbindliche Resolution des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen genehmigt werden soll. In der Folge zieht der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, in Richtung der Marke von 99,00 zurück und kehrt damit die Gewinne des Vortags um.

Im Tageschart zeigt NZD/USD eine leicht bullishe kurzfristige Tendenz, da der Kurs über sowohl den 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 0,5854 als auch den 100-Tage SMA bei 0,5891 steigt.
Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei etwa 52 Punkten und signalisiert ein neutrales bis festes Momentum, während die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie leicht unter null notiert, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum vorerst noch vorsichtig ist.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der horizontalen Barriere nahe 0,5930, gefolgt von einer bedeutenderen Hürde um 0,6000.
Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung am 100-Tage SMA bei rund 0,5891 gesehen, gefolgt vom 50-Tage SMA bei 0,5855, während ein tieferer Rücksetzer wahrscheinlich die horizontale Marke von 0,5800 als stärkere Unterstützung ansteuern würde.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hat das Mandat, die Preisstabilität zu gewährleisten und eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % zu erreichen.
Der geldpolitische Ausschuss der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) legt das Zinsniveau fest, um die Inflation im Zielkorridor zu halten. Höhere Zinsen bremsen die Wirtschaft und stützen den Neuseeland-Dollar (NZD), während niedrigere Zinsen ihn schwächen.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) misst der Beschäftigung große Bedeutung bei, da ein angespannter Arbeitsmarkt die Inflation anheizen kann. Ihr Ziel der „maximal tragbaren Beschäftigung“ beschreibt den höchsten nachhaltigen Einsatz von Arbeitskräften, ohne dass dies zu einer unkontrollierten Preissteigerung führt. „Ist die Beschäftigung auf diesem maximal tragbaren Niveau, bleibt die Inflation niedrig und stabil. Liegt die Beschäftigung jedoch über einen längeren Zeitraum über diesem Niveau, steigen die Preise schneller, und die RBNZ wird gezwungen, die Zinssätze zu erhöhen, um die Inflation zu bändigen“, erklärt die Bank.
In Krisenzeiten greift die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) auf ein geldpolitisches Instrument namens Quantitative Lockerung (QE) zurück. Dabei handelt es sich um den Ankauf von Vermögenswerten – meist Staats- oder Unternehmensanleihen – durch die Notenbank, um die Geldmenge zu erhöhen und die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Diese Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des neuseeländischen Dollars (NZD) und wird nur eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Zuletzt setzte die RBNZ während der Covid-19-Pandemie auf QE, um die Konjunktur zu stabilisieren.