Die US-Aktienfutures stiegen während des europäischen Handels am Mittwoch vor der Eröffnungsglocke an der Wall Street leicht an. Die Dow-Jones-Futures klettern um 0,24% auf über 50.650, während die S&P-500-Futures um 0,15% auf etwa 7.550 zulegen. Unterdessen gewinnen die Nasdaq-100-Futures 0,23% und notieren nahe 30.150.
Die US-Future-Indizes steigen aufgrund nachlassender Nachfrage nach sicheren Häfen, da Händler weiterhin hoffen, dass die Vereinigten Staaten (USA) und der Iran trotz erneuter Spannungen im Nahen Osten noch eine Einigung erzielen könnten.
Der US-Iran-Optimismus schwand jedoch nach US-Militär-"Selbstverteidigungs"-Luftangriffen im Süden Irans. Als Reaktion darauf behauptete die iranische Revolutionsgarde, ein amerikanisches F-35-Kampfflugzeug und mehrere Drohnen ins Visier genommen zu haben, die angeblich den iranischen Luftraum verletzt hätten. Das iranische Außenministerium verurteilte die Angriffe in der südlichen Provinz Hormozgan scharf und bezeichnete sie als "grobe Verletzung" eines fragilen, sieben Wochen alten Waffenstillstands. Die diplomatischen Folgen folgen auf Berichte staatlicher Medien über schwere Explosionen, die am frühen Dienstagmorgen durch die Region hallten.
In der regulären US-Handelssitzung am Dienstag fiel der Dow Jones um 0,23%, während der S&P 500 und der Nasdaq 100 um 0,61% bzw. 1,19% zulegten. Angetrieben von anhaltender Dynamik bei Technologiewerten schlossen sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 auf neuen Allzeithochs.
Die Händler konzentrieren sich stark auf die bevorstehenden Kommentare von Fed-Vizepräsident Philip Jefferson und Gouverneurin Lisa Cook, um Hinweise darauf zu erhalten, wie hartnäckig die Inflation die Zinssätze beeinflussen könnte. Zudem warten die Händler auf die Veröffentlichung der US-Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) für April am Donnerstag, um eindeutige Hinweise für die Geldpolitik zu erhalten.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.