Britisches Pfund handelt unverändert, da nachlassende Inflation im Vereinigten Königreich und Spannungen mit dem Iran die Aufwärtsbewegung begrenzen

Quelle Fxstreet
  • GBP/USD hält sich im asiatischen Handel am Donnerstag nahe 1,3435 stabil. 
  • Die britische Gesamtinflation (CPI) verlangsamte sich im April mit 2,8% im Jahresvergleich deutlich von 3,3% im März und verfehlte die Prognose.
  • Trump erklärte, die Verhandlungen mit Iran befänden sich in der Endphase, warnte jedoch vor Angriffen, falls das Abkommen scheitert.

Das Währungspaar GBP/USD hält sich während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag um 1,3435 stabil. Eine deutliche Verlangsamung der britischen Inflation und Unsicherheiten rund um die US-Iran-Gespräche könnten jedoch das Britische Pfund (GBP) gegenüber dem US-Dollar (USD) belasten. Händler erwarten die vorläufigen Daten zum Einkaufsmanager-Index (PMI) für Mai aus Großbritannien und den USA, die später am Donnerstag veröffentlicht werden. 

Die britische Gesamtinflation (Verbraucherpreisindex, VPI) sank im April im Jahresvergleich auf 2,8% von 3,3% im März, wie das Office for National Statistics (ONS) am Mittwoch mitteilte. Dieser Wert lag unter der Erwartung von 3,0%. Zudem stieg der Kern-VPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, im April um 2,5% im Jahresvergleich, nach zuvor 3,1% und unter dem Marktkonsens von 2,6%. 

Diese britischen Inflationsdaten, kombiniert mit einem unerwarteten Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,0%, veranlassten Händler dazu, ihre Erwartungen an künftige Zinserhöhungen der Bank of England (BoE) bis Dezember zurückzuschrauben. Die UK-Zins-Futures deuteten laut Reuters auf etwa 52 Basispunkte (bps) BoE-Politikstraffung bis Dezember hin, nach rund 60 bps am Dienstag. 

US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, die Verhandlungen mit Iran befänden sich in der Endphase, warnte jedoch vor weiteren Angriffen, falls Iran einem Abkommen nicht zustimme. Unterdessen erklärte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian, Teheran stehe nicht kurz davor nachzugeben und drohte mit Vergeltung für Angriffe, die über den Nahen Osten hinausgehen würden. Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Iran könnten dem Greenback Auftrieb geben und dem Hauptwährungspaar kurzfristig Gegenwind verleihen. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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