West Texas Intermediate (WTI), Futures an der NYMEX, steigen im europäischen Handel am Dienstag um 2,6 % auf fast 98,00 USD. Der Ölpreis gewinnt deutlich zu, da die Zweifel wachsen, dass der im April verkündete vorübergehende Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und Iran von Dauer sein wird.
Die Spannungen zwischen den USA und Iran haben sich erneuert, nachdem US-Präsident Donald Trump am Montag erklärte, der Vorschlag Irans sei „dumm“ und fügte hinzu: „Der Waffenstillstand liegt auf der Intensivstation.“
Die erneute Unsicherheit über eine dauerhafte Lösung zwischen den USA und Iran hat Befürchtungen über eine längere Schließung der Straße von Hormus ausgelöst, einem wichtigen Durchgang für fast 20 % der weltweiten Energieversorgung.
Unterdessen warten Investoren auf die US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten für April, die um 12:30 GMT veröffentlicht werden. Die Anleger werden die US-Inflation genau beobachten, um neue Hinweise auf den Zinspolitik-Ausblick der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.
Es wird erwartet, dass der US-CPI-Bericht zeigt, dass die Gesamtinflation im Jahresvergleich (YoY) von 3,3 % im März auf 3,7 % gestiegen ist.

WTI US-Öl handelt höher bei rund 98,00 USD und hält eine konstruktive kurzfristige Tendenz aufrecht, da es über dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei etwa 95,54 USD bleibt. Die Kurslage über dieser dynamischen Unterstützung deutet darauf hin, dass Rücksetzer weiterhin gestützt werden, während der Relative-Stärke-Index (RSI) um 54 einen leicht positiven Ton beibehält, ohne jedoch in den überkauften Bereich vorzudringen.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am 20-Tage-EMA bei etwa 95,54 USD gesehen, wobei ein Bruch auf eine tiefere Korrekturphase in Richtung 90,00 USD hindeuten würde. Nach oben hin stellt das psychologische Niveau von 100 USD die Schlüsselwiderstandszone dar, gefolgt vom Hoch vom 30. April bei 107,35 USD.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.