Der Schweizer Franken (CHF) gewinnt am Montag gegenüber dem US-Dollar (USD) an Zugkraft, wobei USD/CHF nach einem bullischen Gap-Open in die Woche zurückfällt, da der Greenback einen Teil seiner früheren Gewinne abgibt, während Händler die Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin beobachten.
Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Textes notiert das Paar bei etwa 0,7773, nachdem es ein Intraday-Hoch nahe 0,7795 erreicht hatte, bleibt jedoch mit rund 0,12 % im Tagesverlauf im Plus.
Der Rückzug bei USD/CHF erscheint überwiegend technischer Natur, da Händler das bullische Eröffnungsgap teilweise schließen. Die Abwärtsbewegung des US-Dollars bleibt jedoch begrenzt, da nachlassende Hoffnungen auf eine kurzfristige Lösung des US-Iran-Konflikts die Nachfrage nach dem Greenback als sicherem Hafen stützen.
Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei etwa 97,88, nachdem er ein Intraday-Hoch nahe 98,15 erreicht hatte.
US-Präsident Donald Trump wies Irans Antwort auf einen von den USA unterstützten Vorschlag zur Beendigung des Krieges zurück und bezeichnete sie in einem Beitrag auf Truth Social als „völlig inakzeptabel“.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte am Montag, Teheran versuche lediglich, seine Rechte zu sichern, und habe den USA „großzügige und verantwortungsbewusste“ Vorschläge unterbreitet. Baghaei sagte außerdem, der jüngste Vorschlag sei nicht überzogen, und warf Washington „unvernünftige Forderungen“ vor.
Das Ausbleiben von Fortschritten bei der Erreichung einer Einigung schürt Befürchtungen eines langwierigen Konflikts zwischen den USA und Iran, während die anhaltende Pattsituation in der Straße von Hormus weiterhin die Ölversorgung stört.
Infolgedessen bleiben die Ölpreise hoch, was weltweit Inflationsängste schürt und den Druck auf die Zentralbanken erhöht, eine straffe Geldpolitik beizubehalten. Händler warten nun auf die am Dienstag anstehenden US-Verbraucherpreisindex-Daten (CPI), die die Erwartungen an den Zinspfad der Federal Reserve (Fed) beeinflussen könnten.
In der Schweiz zeigten jüngste Inflationsdaten, dass die Verbraucherpreise zum zweiten Mal in Folge gestiegen sind, wobei die Inflation jedoch weiterhin deutlich unter dem 2%-Ziel der Schweizerischen Nationalbank (SNB) liegt. Die Daten deuten darauf hin, dass die Entscheidungsträger die Zinssätze vorerst unverändert lassen könnten, während sie weiterhin die Auswirkungen der steigenden globalen Energiepreise bewerten.