USD/JPY fiel am Mittwoch um rund 0,66% und zog sich vom Tageshoch nahe 160,00 zurück, um sich nahe 158,50 zu stabilisieren. Die scharfe Umkehr von der Marke 160,00, die seit Tokios Interventionskampagne im Juli 2024 nur einmal getestet wurde, führte zu einer Reihe von tieferen Hochs im Intraday-Chart, wobei sich der Kurs in einem engen Band knapp unter dem 200-Perioden-EMA im 15-Minuten-Chart vor der asiatischen Eröffnung konsolidierte.
Der Ausverkauf wurde durch die Nachricht eines zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran ausgelöst, einschließlich einer Vereinbarung Teherans, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Das Abkommen zerstörte sofort die Safe-Haven-Nachfrage, die den US-Dollar und Rohöl im März nach oben getrieben hatte, und zog USD/JPY deutlich nach unten, während der Yen Verluste zurückeroberte.
Der Waffenstillstand erweist sich jedoch bereits als fragil; keine Seite hat sich auf den zugrundeliegenden 10-Punkte-Rahmen festgelegt, und Händler betrachten das zweiwöchige Zeitfenster eher als Countdown denn als Lösung.
Auf der Seite des japanischen Yen bietet der heimische Kalender bis Freitag kaum Ereignisse. Die Bank of Japan (BoJ) wird auf ihrer Sitzung am 28. April voraussichtlich die Zinsen anheben, wobei die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von etwa 70 % für eine Erhöhung einpreisen, doch die Entscheidung liegt noch Wochen entfernt. Die Aufmerksamkeit richtet sich daher vollständig auf die USA: Am Donnerstag werden der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Februar sowie die BIP-Daten für das vierte Quartal veröffentlicht, während am Freitag die Verbraucherpreisindex-Daten (CPI) für März sowie die Umfragen der University of Michigan (UoM) zu Verbrauchervertrauen und Inflationserwartungen erscheinen.
Im 15-Minuten-Chart handelt USD/JPY bei 158,57 und behält einen kurzfristig bärischen Ton bei, da es unter dem 200-Perioden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 158,92 bleibt. Der jüngste Rückgang des Paares hat den Kurs klar durch diese mittelfristige dynamische Barriere begrenzt, während der Stochastische RSI in den überverkauften Bereich nahe 14 gefallen ist, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum zwar ausgereizt, aber noch nicht umgekehrt ist.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 200-Perioden-EMA um 158,92, und ein nachhaltiger Durchbruch über dieses Niveau wäre erforderlich, um den unmittelbaren Verkaufsdruck zu verringern und eine Erholung zu höheren Intraday-Niveaus zu ermöglichen. Da es im Chart keine klaren nahegelegenen strukturellen Unterstützungen gibt, würde ein weiterer Rückgang von den aktuellen Niveaus wahrscheinlich auf eine neue Preisfindung angewiesen sein, um einen neuen Boden zu etablieren, obwohl der überverkaufte Stochastische RSI darauf hindeutet, dass Verkäufer bei tieferen Rücksetzern vorsichtiger werden könnten.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.