AUD/USD gab einen Teil der starken Rallye vom Mittwoch ab und notierte um 0,7050, nachdem es zuvor im Handelsverlauf um über 1 % gestiegen war. Das Paar stieg auf ein Drei-Wochen-Hoch nahe 0,7085 nach der Nachricht über einen zweiwöchigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, doch die Dynamik ließ schnell nach, da die Märkte die Haltbarkeit des Abkommens infrage stellten, wobei der Kurs in eine enge Spanne kleiner Kerzen zurückfiel, als die asiatische Handelszeit begann.
Der Waffenstillstand, der eine Vereinbarung des Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus beinhaltet, dämpfte zunächst die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar und ließ risikoempfindliche Währungen deutlich steigen. Das Abkommen erweist sich jedoch bereits als fragil; Berichte deuten darauf hin, dass keine Seite sich auf den zugrundeliegenden 10-Punkte-Rahmen festgelegt hat, und Händler betrachten das zweiwöchige Zeitfenster eher als Countdown denn als Lösung. Auf der australischen Dollar-Seite ist der heimische Wirtschaftskalender für den Rest der Woche faktisch leer. Die Reserve Bank of Australia (RBA) hatte den Leitzins bei ihrer März-Sitzung um 25 Basispunkte auf 4,10 % angehoben, und die Märkte preisen die Möglichkeit weiterer Straffungen bei der Entscheidung im Mai ein, da die hohen Energiekosten den Inflationsdruck aufrechterhalten.
Da keine lokalen Daten zu handeln sind, richtet sich die Aufmerksamkeit vollständig auf die USA: Am Donnerstag werden der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Februar und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des vierten Quartals veröffentlicht, während am Freitag die Verbraucherpreisindex-Daten (CPI) für März zusammen mit den Umfragen der University of Michigan (UoM) zu Verbrauchervertrauen und Inflationserwartungen erscheinen.
Im 15-Minuten-Chart notiert AUD/USD bei 0,7047. Das Paar hält sich über dem 200-Perioden-Exponentiell Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 0,7005, was auf eine leicht bullische Intraday-Tendenz hindeutet, da der Kurs diese zugrundeliegende dynamische Unterstützung respektiert. Der Stochastische RSI nahe 71 deutet auf eine feste, aber zunehmend überdehnte Aufwärtsdynamik hin, was Raum für eine Konsolidierung oder einen flachen Pullback lässt, solange die Kursbewegung über dem 200-EMA unterstützt bleibt.
Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung am 200-Perioden-EMA um 0,7005 gesehen, wo Käufer erwartet werden, den kurzfristigen Aufwärtstrend zu verteidigen, falls eine korrigierende Abwärtsbewegung einsetzt. Solange sich AUD/USD über diesem Niveau hält, spricht die kurzfristige Struktur für weitere Erholungsversuche, wobei jede Pause wahrscheinlich als Seitwärtskonsolidierung und nicht als tiefere Umkehr im sehr kurzfristigen Bereich verlaufen wird.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.