Ökonomen der Commerzbank, darunter Dr. Henry Hao und Moses Lim, verweisen darauf, dass der AUD/USD auf 0,6950 gefallen ist, während Australien vor einem stagflationären Dilemma steht. Die Kerninflation lag vor Beginn des Krieges stabil bei 3,3 Prozent, doch ein Energieschock im Nahen Osten könnte die Preise weiter nach oben treiben. Gleichzeitig schwächen sich sowohl das Vertrauen als auch die Einkaufsmanagerindizes im Dienstleistungssektor ab, während die Märkte weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von 54 Prozent für eine Zinserhöhung durch die australische Notenbank im Mai einpreisen.
"Der AUD/USD fiel um 50 Pips auf 0,6950. Die Widerstandsfähigkeit des australischen Dollars ist teilweise auf anhaltend restriktive Zinserwartungen zurückzuführen, da die Reserve Bank of Australia (RBA) mit einem ausgeprägten stagflationären Dilemma konfrontiert ist."
"Während die Kerninflation in Australien im Februar vor dem Krieg unverändert bei 3,3 Prozent lag, droht der sich entwickelnde Energieschock im Nahen Osten die Inflationsdynamik in den kommenden Monaten zu verschärfen."
"Auf der anderen Seite ist das Verbrauchervertrauen bereits auf Rekordtiefs gefallen, während die Einkaufsmanagerindizes im Dienstleistungssektor in den Schrumpfungsbereich gerutscht sind."
"Die RBA wird die Rezessionsrisiken sorgfältig gegen die Notwendigkeit abwägen, Preisübertragungen durch steigende Treibstoffkosten einzudämmen, während die Märkte weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von 54 Prozent für eine Zinserhöhung im Mai einpreisen."