Das Analystenteam der Scotiabank stellt fest, dass der kanadische Dollar gegenüber dem US-Dollar und den übrigen G10-Währungen leicht an Stärke gewinnt und damit an seine frühere Outperformance während der Konfliktphase anknüpft. Als zentrale Treiber nennen die Experten sinkende Renditeabstände sowie eine vergleichsweise unspektakuläre Sitzung der Bank of Canada. Die Märkte preisen bis zum Jahresende Zinserhöhungen von rund 60 Basispunkten ein, wodurch der kanadische Dollar anfällig für geldpolitische Veränderungen bleibt. Der faire Wert wird derzeit bei etwa 1,34 gesehen.
„Der kanadische Dollar startet mit moderater Unterstützung gegenüber dem US-Dollar in die nordamerikanische Sitzung am Freitag und zeigt zugleich deutliche Stärke gegenüber allen G10-Währungen. Damit weist er jene charakteristischen Eigenschaften auf, die bereits die Entwicklung in der frühen Phase des US-Iran-Konflikts geprägt haben.“
„Wir sehen weiterhin eine wichtige Unterstützung für den kanadischen Dollar (bzw. Widerstand bei USDCAD) am unteren Ende der aktuellen Handelsspanne, getrieben durch eine erneute Verengung der Renditeabstände.“
„Die Märkte preisen derzeit rund 60 Basispunkte an Straffung bis zum Jahresende ein, jedoch nur sehr wenig für die nächsten beiden Sitzungen. Das macht den kanadischen Dollar anfällig für Anpassungen, sollte die Bank of Canada dem derzeit von der Bank of Japan und der Europäische Zentralbank signalisierten Tempo folgen.“
„Unser Schätzwert für den fairen Wechselkurs ist erneut gesunken und liegt nun im unteren Bereich von 1,34 bei 1,3413, was die jüngste Verengung der Renditeabstände widerspiegelt.“
„USDCAD scheint erneut daran gescheitert zu sein, die obere Grenze der seit Ende Januar bestehenden Handelsspanne zu durchbrechen, wobei sich ein klarer Widerstand im Bereich der mittleren 1,37er-Marke herausgebildet hat.“