USD/JPY fiel am Montag um etwa 0,4 % und beendete eine vierteilige Gewinnserie, während es in die Region von 159,00 zurückging, in ansonsten unauffälligen Marktbewegungen. Das Paar ist seit den Tiefstständen im Februar nahe 152,10 gestiegen, aber die bescheidene bärische Kerze am Montag nahe dem oberen Ende der jüngsten Spanne deutet darauf hin, dass das Intraday-Hoch bei 159,75 nicht genügend nachhaltige Kaufinteresse anziehen konnte. Das breitere Muster höherer Tiefs seit Februar bleibt jedoch gültig, obwohl das Paar im Vergleich zu seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten sichtbar überdehnt ist.
Die Bank of Japan (BoJ) wird allgemein erwartet, ihren Leitzins bei 0,75 % bei der Sitzung am Donnerstag zu belassen, wodurch die politische Differenz zur US-Notenbank (Fed) groß und strukturell bullisch für Yen-Shorts bleibt. Die Märkte werden die Pressekonferenz von BoJ-Gouverneur Ueda genau beobachten, um Updates zum Zeitplan für die Straffung zu erhalten, insbesondere da die zugrunde liegende japanische Inflation weiterhin über dem Ziel von 2 % liegt. Die Handelsdaten für Februar am Donnerstag werden ebenfalls im Fokus stehen, nachdem die Exporte im vorherigen Bericht um 16,8 % im Jahresvergleich (YoY) gestiegen sind.
Auf der USD-Seite hat die Entspannung der Spannungen im Hormuskanal die Nachfrage nach sicheren Häfen für den Dollar am Montag allgemein gemildert. Der NY Empire State Manufacturing Index für März lag bei -0,2 gegenüber einem Konsens von 3,2, was marginalen Abwärtsdruck hinzufügte. Die Entscheidung der Fed am Mittwoch, die voraussichtlich bei 3,75 % bleibt, sowie das begleitende SEP-Update werden das zentrale USD-Ereignis der Woche sein, wobei der Ausblick auf den Zinspfad entscheidend für die kurzfristige Richtung des Paares ist.

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.