Die Dow Jones-Futures gewinnen 0,33% und notieren während der europäischen Handelsstunden nahe 46.750, bevor der reguläre US-Markt am Montag öffnet. S&P 500- und Nasdaq 100-Futures steigen um 0,49% bzw. 0,51% und notieren zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 6.670 und 24.520.
US-Aktienfutures steigen, da die Risikoaversion aufgrund von Berichten nachlässt, dass die Vereinigten Staaten (US) eine Koalition zur Begleitung von Schiffen durch die Straße von Hormuz ankündigen könnten. Darüber hinaus sagte der US-Energieminister Chris Wright, dass er erwartet, dass der US-Israel-Konflikt mit dem Iran innerhalb der "nächsten Wochen" enden wird, was möglicherweise eine Erholung der Ölversorgung und einen Rückgang der Energiepreise ermöglichen könnte.
Die Wall Street verzeichnete im vorherigen Handel Verluste, wobei der Dow Jones Industrial Average um 0,26% fiel, der S&P 500 um 0,61% und der Nasdaq 100 um 0,62%. Die US-Märkte stiegen, da geopolitische Risiken die Stimmung belasteten. Höhere Energiepreise und steigende Inflationsdruck reduzierten auch die Erwartungen, dass die Federal Reserve die Zinssätze senken wird.
Händler werden voraussichtlich vorsichtig sein angesichts einer möglichen Eskalation der Spannungen im Nahen Osten, nachdem US-Truppen Berichten zufolge am Wochenende jedes Militärgelände auf Kharg Island angegriffen haben, einem Zentrum, das fast 90% der iranischen Ölexporte abwickelt. Der Iran hat gewarnt, dass er gegen US-gebundene Öleinrichtungen in der Region zurückschlagen könnte.
In Bezug auf die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) wird erwartet, dass die US-Zentralbank am Mittwoch die Zinssätze unverändert lässt. Händler werden die Hinweise der Entscheidungsträger für den Rest des Jahres genau beobachten, insbesondere in Bezug auf Inflationsrisiken, die aus dem jüngsten Anstieg der Energiepreise resultieren.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.