AUD/USD gewann am Montag etwa 1,25%, nachdem es sich von den Tiefstständen der letzten Woche erholt hatte und sich um 0,7070 einpendelte. Das Paar bewegte sich seit dem Höchststand von fast 0,7190 Anfang Februar in einer unruhigen Spanne, wobei der Preis wiederholt in Richtung des 0,7000-Bereichs zurückfiel, bevor er sich erholte. Die Sitzung am Montag schloss nahe der Mitte dieser Spanne, wobei die Struktur der Tageskerze darauf hindeutet, dass die Bewegung durch die allgemeine Schwäche des US-Dollars und nicht durch frische Kaufüberzeugungen des Australischen Dollars getrieben wurde.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) wird am Dienstag ihre neueste Zinssatzentscheidung bekannt geben, wobei die Märkte eine Erhöhung um 25 Basispunkte auf 4,10% einpreisen. Dieser Schritt würde die zweite aufeinanderfolgende Erhöhung der RBA markieren und unterstreicht die anhaltende Besorgnis des Vorstands über anhaltende inflationäre Druck, da die bereinigte Inflationsrate weiterhin deutlich über dem Zielband von 2%-3% liegt. Die Arbeitsmarktdaten am Donnerstag werden die nächste große Prüfung sein, wobei der Konsens auf 20,3K neue Arbeitsplätze und eine erwartete Erhöhung der Arbeitslosenquote auf 4,2% hindeutet.
Auf der Seite des US-Dollars (USD) haben die nachlassenden Spannungen rund um die Schließung der Straße von Hormuz die Händler von sicheren USD-Positionierungen abgebracht, was den Greenback allgemein schwächte. Der NY Empire State Manufacturing Index für März lag bei -0,2, deutlich unter dem Konsens von 3,2, was das Bild einer nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik in den USA verstärkt. Die Zinssatzentscheidung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch, die voraussichtlich bei 3,75% bleibt und von einer aktualisierten Zusammenfassung der wirtschaftlichen Projektionen (SEP) begleitet wird, ist das dominierende Ereignis der Woche für die Richtung des USD.

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.