Das AUD/JPY-Paar zieht während der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag einige Verkäufer in der Nähe von 113,40 an. Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten stärken weiterhin die sicheren Währungen wie den japanischen Yen (JPY) gegenüber dem australischen Dollar (AUD).
Bloomberg berichtete am Donnerstag, dass Oman alle Schiffe von seinem wichtigen Ölexportterminal in Mina Al Fahal als Vorsichtsmaßnahme evakuiert hat. Die Evakuierungsanordnung kam, nachdem Drohnen am Mittwoch Treibstofftanks im Hafen von Salalah in Oman getroffen hatten, während andere abgefangen wurden. Unterdessen hat der Iran seine "intensivste Operation seit Beginn des Krieges" gestartet. Teheran hat seine Bemühungen verstärkt, den Verkehr durch die Straße von Hormuz, die kritische Ölverbindung, zu stoppen. Anzeichen für einen langanhaltenden Konflikt im Nahen Osten könnten sich negativ auf riskantere Anlagen wie den Aussie auswirken.
Andererseits könnte die hawkische Erwartung der Reserve Bank of Australia (RBA) helfen, die Verluste des AUD zu begrenzen. Händler erhöhen ihre Wetten, dass die RBA nächste Woche die Zinssätze anheben wird, da sich der Konflikt im Nahen Osten hinzieht, was zu einem Anstieg des Ölpreises führt und die Zentralbank besorgter über die Inflation macht.
Im Tages-Chart zeigt die kurzfristige Tendenz von AUD/JPY eine bullische Ausrichtung, da der Preis in der Nähe der jüngsten Höchststände nach einem längeren Anstieg aus dem Bereich von 107,00 bleibt. Das Währungspaar liegt deutlich über dem steigenden 100-Tage-EMA bei etwa 106,00, was den breiteren Aufwärtstrend stützt. Die neueste Bollinger-Struktur zeigt, dass der Preis über das obere Band nahe 113,65 drückt, was auf ein starkes Aufwärtsmomentum hinweist, aber auch auf gedehnte Bedingungen nach dem jüngsten Ausbruch über die Mid-Band-Cluster um 110,40. Der RSI um 70 bestätigt ein starkes bullisches Momentum, warnt jedoch auch, dass die Aufwärtsbewegung langsamer werden könnte, da das Paar in den überkauften Bereich eintritt.
Der erste Widerstand orientiert sich an dem jüngsten Hoch und dem oberen Bollinger-Band bei 113,70, wobei ein nachhaltiger Durchbruch den Weg in Richtung der 115,00-Region öffnen würde. Auf der Abwärtsseite entsteht die erste Unterstützung im vorherigen Konsolidierungs- und Mid-Bollinger-Bereich nahe 110,40, gefolgt von einer stärkeren Unterstützung um 108,50, wo die Bollinger-Mittellinie und die jüngsten Tiefs zusammenlaufen. Ein täglicher Schlusskurs unter 108,50 würde die bullische Struktur schwächen und die Zone des 100-Tage-EMA nahe 106,00 als nächstes Abwärtsziel exponieren.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.