Der neuseeländische Dollar hält sich nahe mehrmonatiger Höchststände gegenüber dem US-Dollar nach dem US Non-Farm Payrolls (NFP) Bericht am Mittwoch, der 130.000 neu geschaffene Arbeitsplätze im Januar zeigte, was über der Prognose von 70.000 lag, jedoch von einer nach unten revidierten Benchmark von 898.000 für die Lohnsummen 2025 überschattet wurde, die die Sicht auf einen sich verschlechternden US-Arbeitsmarkt verstärkte. Die Federal Reserve (Fed) hielt die Zinsen bei ihrem Treffen im Januar bei 3,50% bis 3,75%, und die Märkte preisen nun zwei weitere Zinssenkungen in diesem Jahr ein, da der weiche Arbeitsmarkttrend auf eine weitere Lockerung hindeutet.
Für den neuseeländischen Dollar wird erwartet, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) den Official Cash Rate (OCR) bei 2,25% bei ihrem Treffen am 18. Februar unverändert lässt, wobei der Fokus darauf liegt, ob die Bank ihren prognostizierten Zeitrahmen für zukünftige Zinserhöhungen vorverlegt. Der Lockerungszyklus der RBNZ sah bis 2025 sechs Zinssenkungen vor, die die Zinsen von 5,50% auf 2,25% senkten, aber die Wirtschaft zeigt Anzeichen der Stabilisierung und die Inflation liegt nahe der oberen Grenze des Zielbandes von 1% bis 3%. Am Donnerstag wird der Business NZ Purchasing Managers Index (PMI) für Januar veröffentlicht, während die Inflationsprognosen der RBNZ für das erste Quartal am Freitag die Zinserwartungen verschieben könnten, wenn sie auf steigenden Preisdruck hinweisen. Das Hauptrisiko der Woche ist der US Verbraucherpreisindex (CPI) für Januar am Freitag, mit einem Konsens von 2,5% im Jahresvergleich für die Gesamtzahl und 0,3% im Monatsvergleich für die Kernzahl; eine negative Überraschung würde den Druck auf den US-Dollar weiter erhöhen.
Im Tageschart notiert NZD/USD bei 0,6051, was einem Anstieg von 0,10% im Verlauf entspricht, und konsolidiert sich knapp unter dem jüngsten Swing-Hoch von 0,6094. Der Preis liegt deutlich über dem 50-Tage Exponential Moving Average (EMA) bei 0,5881 und dem 200-Tage EMA bei 0,5833, was einen bullischen Trend mit höheren Hochs und höheren Tiefs seit dem November-Tief nahe 0,5580 bestätigt. Das Paar stieg Mitte Januar stark an und durchbrach die psychologische Marke von 0,6000, hat jedoch die letzte Woche damit verbracht, sich zwischen 0,5960 und 0,6094 zu konsolidieren und ein potenzielles Bull Flag- oder Fortsetzungsmuster zu bilden. Der Stochastische Oszillator (14, 5, 5) zeigt 76,77/76,44, im oberen Bereich, aber noch nicht überkauft, was darauf hindeutet, dass es Raum für weitere Aufwärtsbewegungen gibt, bevor das Momentum überdehnt wird. Der wichtige Widerstand liegt bei 0,6094, dem jüngsten Hoch, wobei ein Durchbruch darüber den Weg zu 0,6150 und 0,6200 öffnen würde. Die Unterstützung liegt bei der runden Zahl von 0,6000, gefolgt von 0,5960, die die untere Grenze der aktuellen Konsolidierungszone markiert. Ein täglicher Schlusskurs über 0,6094 würde eine bullische Fortsetzung des Flaggenmusters bestätigen, während ein Durchbruch unter 0,5960 einen tieferen Rückgang in Richtung des 50 EMA nahe 0,5881 auslösen könnte.

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.