Goldpreis trotzt starkem US-Arbeitsmarkt: Geopolitik stützt Notierung über 5.050 Dollar

Autor: Mitrade Team
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  • Marktreaktion: Gold (XAU/USD) behauptet sich am Donnerstag im frühen asiatischen Handel mit leichten Gewinnen bei 5.060 US-Dollar.

  • Arbeitsmarkt: US-Nonfarm Payrolls überraschen positiv mit einem Zuwachs von 130.000 Stellen; Arbeitslosenquote sinkt auf 4,3 Prozent.

  • Ausblick: Fokus verschiebt sich auf die US-Inflationsdaten (CPI) am Freitag – Fed-Mitglied Schmid mahnt zur Zins-Zurückhaltung.

Der Goldpreis (XAU/USD) zeigt sich am Donnerstagmorgen im asiatischen Handel widerstandsfähig. Trotz unerwartet robuster US-Arbeitsmarktdaten notiert das Edelmetall mit moderaten Aufschlägen im Bereich von 5.060 US-Dollar. Marktbeobachter sehen darin ein Indiz dafür, dass die geopolitischen Unsicherheiten derzeit schwerer wiegen als die Zinsfantasie, die durch starke Konjunkturdaten gedämpft wird.

Geopolitische Spannungen als Kursstütze

Treibende Kraft für die aktuelle Festigkeit des Goldpreises bleibt die anhaltende Nachfrage nach „Sicheren Häfen“ angesichts der schwelenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump betonte nach einem Treffen mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu, er habe auf einer Fortsetzung der Atomgespräche mit Teheran bestanden. Gleichzeitig warnte Trump jedoch, er werde Maßnahmen ergreifen, sollte kein Abkommen erzielt werden. Diese rhetorische Verschärfung hält die Risikoprämie im Goldmarkt hoch.

US-Jobmotor läuft überraschend rund

Fundamental betrachtet hätten die jüngsten Daten vom US-Arbeitsmarkt eigentlich für Gegenwind sorgen müssen. Wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) am Mittwoch berichtete, stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) im Januar um 130.000 Stellen. Dieser Wert übertraf die Konsensschätzungen von 70.000 deutlich und markiert eine signifikante Verbesserung gegenüber dem Vormonat (revidiert: +48.000).

Zudem ging die Arbeitslosenquote überraschend von 4,4 Prozent im Dezember auf 4,3 Prozent zurück, während Analysten mit einer Stagnation gerechnet hatten. Diese positive Überraschung lindert zwar Sorgen um eine Rezession, stärkt aber potenziell den US-Dollar, was traditionell den in Greenback notierten Goldpreis belasten dürfte.

Fed-Mitglied mahnt zur Vorsicht

In diesem Kontext gewinnen die Aussagen von Jeff Schmid, Präsident der Federal Reserve Bank of Kansas City, an Gewicht. Schmid erklärte am Mittwoch, die Notenbank müsse die Zinsen auf einem restriktiven Niveau halten, um den Inflationsdruck weiter zu senken. In den aktuellen Wirtschaftsdaten sehe er kaum Anzeichen für eine bremsende Wirkung.

Fokus auf Inflationsdaten

Der nächste richtungsweisende Impuls wird nun von den US-Verbraucherpreisdaten (CPI) am Freitag erwartet. Experten prognostizieren für Januar einen Anstieg der Gesamt- und Kerninflation um 2,5 Prozent im Jahresvergleich. Sollten die Daten eine Abschwächung des Preisauftriebs signalisieren, könnte dies die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinssenkungen zur Jahresmitte erhöhen. Andernfalls droht dem zinslosen Goldpreis Gegenwind durch eine straffere Geldpolitik der Fed.

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