Robinhood-Bilanz: Krypto-Flaute verhagelt das Quartal – Aktie unter Druck
- MicroStrategy-Desaster: 12,6 Milliarden Dollar Verlust – Bitcoin-Wette wird zum historischen Milliardengrab
- Der 2,6-Milliarden-Dollar-Crash: Bitcoin testet 60.000 – "Extreme Angst" lähmt den Markt
- Krypto-Kernschmelze: Trump-Gewinne komplett ausradiert – Bitcoin testet die 60.000
- Bitcoin, Ethereum und Ripple im freien Fall – Wo liegt der Boden?
- Strategie-Beben bei Ethereum: Buterin erklärt Rollup-Roadmap für obsolet
- Goldpreis fällt auf 5.035 Dollar: Gewinnmitnahmen und "Risk-On" vor US-Jobdaten

Umsatzlücke: Der Neobroker verfehlt mit 1,28 Mrd. Dollar die Analystenschätzungen deutlich.
Sorgenkind Krypto: Die Erlöse im Digitalwährungsgeschäft brechen um 38 Prozent ein.
Lichtblick: Das Options- und Zinsgeschäft floriert und rettet den Gewinn je Aktie über die Erwartungen.
Die Abkühlung am Kryptomarkt hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz des US-Neobrokers Robinhood (HOOD). Zwar konnte das Unternehmen im vierten Quartal seinen Umsatz im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 1,28 Milliarden US-Dollar steigern, doch die hohen Erwartungen der Wall Street wurden enttäuscht. Analysten hatten im Schnitt mit 1,35 Milliarden US-Dollar gerechnet. Die Quittung folgte prompt: Im nachbörslichen Handel sackte die Aktie um 7 Prozent ab.
Krypto-Sparte auf Talfahrt
Verantwortlich für die Umsatzlücke ist primär der massive Einbruch im Geschäft mit digitalen Assets. Die Erlöse in dieser Sparte schrumpften im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent auf 221 Millionen US-Dollar. Dieser Rückgang spiegelt die breite Korrektur am Kryptomarkt wider, die auf den 50-prozentigen Absturz des Bitcoin von seinem Oktober-Allzeithoch über 126.000 US-Dollar folgte.
Besonders alarmierend für Investoren: Das nominelle Krypto-Handelsvolumen auf der App halbierte sich faktisch und fiel um 52 Prozent auf 34 Milliarden US-Dollar.
Klassisches Geschäft als Stabilitätsanker
Dass die Bilanz nicht noch düsterer ausfiel, verdankt Robinhood der Stärke seines klassischen Finanzgeschäfts. Die transaktionsbasierten Erlöse kletterten insgesamt um 15 Prozent auf 776 Millionen US-Dollar, gestützt durch einen Boom im Optionshandel (+41 Prozent auf 314 Millionen US-Dollar) und im Aktiengeschäft (+54 Prozent auf 94 Millionen US-Dollar).
Auch die Zinswende spielt dem Broker in die Hände: Die Nettozinserträge legten um 39 Prozent auf 411 Millionen US-Dollar zu, getrieben durch das Wachstum bei zinstragenden Assets und dem Wertpapierverleih. Ein weiterer Wachstumstreiber war das Abonnement-Modell „Robinhood Gold“, dessen Erlöse sich auf 50 Millionen US-Dollar summierten und den Bereich „Sonstige Umsätze“ auf 96 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelten.
Gewinn überrascht positiv
Trotz der Umsatzschwäche gelang Robinhood beim Ergebnis eine Punktlandung auf der Oberseite. Der verwässerte Gewinn je Aktie (EPS) lag mit 0,66 US-Dollar über der Konsensschätzung von 0,63 US-Dollar. Der Nettogewinn ging zwar auf 605 Millionen US-Dollar zurück (Q4 2024: 916 Millionen US-Dollar), doch dieser Vergleich hinkt: Das Vorjahresergebnis war durch einen einmaligen Steuervorteil in Höhe von 424 Millionen US-Dollar und die Auflösung einer Rückstellung positiv verzerrt.
„2025 war ein Rekordjahr, in dem wir neue Höchststände bei Nettoeinlagen, Gold-Abonnenten, Handelsvolumina, Umsätzen und Gewinnen erzielt haben“, versuchte Finanzchef Shiv Verma die Wogen zu glätten. Für das Gesamtjahr weist Robinhood einen Rekordumsatz von 4,5 Milliarden US-Dollar (+52 Prozent) und einen Nettogewinn von 1,9 Milliarden US-Dollar aus.
Trüber Ausblick auf 2026
Die Skepsis der Anleger speist sich jedoch vor allem aus dem Start ins neue Jahr. Erste Daten für Januar 2026 signalisieren anhaltenden Gegenwind: Die Krypto-Volumina auf der Plattform brachen im Jahresvergleich um 57 Prozent auf 8,7 Milliarden US-Dollar ein. Damit dürfte die Schwäche im Krypto-Segment auch das erste Quartal 2026 belasten.
Mehr erfahren
Der obige Inhalt wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von einer Redaktion geprüft.



