Das Pfund Sterling (GBP) gewinnt am Freitag gegenüber seinen Hauptwährungs-Pendants an Boden, nachdem es am Vortag stark gefallen war, was durch das Signal der Bank of England (BoE) bedingt war, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung in naher Zukunft hoch ist.
In der geldpolitischen Ankündigung am Donnerstag beschloss die BoE einstimmig, die Zinssätze bei 3,75 % unverändert zu lassen, mit einer Abstimmung von 5-4. Die BoE wurde allgemein erwartet, den Status quo beizubehalten, aber die Anzahl der Mitglieder des Ausschusses für Geldpolitik (MPC), die für die Beibehaltung der Zinssätze plädierten, war niedriger als die sieben, die die Märkte erwarteten.
Was die geldpolitische Perspektive betrifft, so wiederholte die BoE, dass die Politik auf einem "allmählichen Abwärtspfad" bleiben wird, während sie zuversichtlich äußerte, dass die inflationsbedingten Druck zurück zum Ziel von 2 % "vor dem erwarteten Zeitplan im November" zurückkehren wird. Gouverneur Andrew Bailey enthielt sich, einen Zeitrahmen für die nächste Zinssenkung festzulegen, und lehnte es ab, 3,25 % als Endzinssatz zu unterstützen, ein Niveau, das weder das Wirtschaftswachstum einschränkt noch anregt.
Dennoch preisten die Märkte schnell eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung in naher Zukunft ein. Das Pfund Sterling verlor am Tag 0,8 % gegenüber dem US-Dollar (USD), wobei das GBP/USD-Paar ein Zwei-Wochen-Tief erreichte.
In der Sitzung am Freitag werden die Anleger den Kommentaren von Huw Pill, dem Chefökonom der BoE, in einem National MPC Agency-Briefing, das für 12:00 GMT angesetzt ist, besondere Aufmerksamkeit schenken, um weitere Details zur Zinsperspektive der BoE zu erhalten. Pill war eines von fünf MPC-Mitgliedern, die am Donnerstag für die Beibehaltung der Zinssätze stimmten.
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GBP/USD gewinnt auf etwa 1,3568 zum Zeitpunkt des Schreibens. Der 20-Tage exponentiell gleitende Durchschnitt (EMA) hat sich auf 1,3591 abgeschwächt, nachdem er stetig gestiegen ist, wobei der Preis knapp darunter liegt und die unmittelbare Aufwärtsdynamik dämpft.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bei 50 (neutral) bestätigt nachlassende Dynamik im Vergleich zu vorherigen überkauften Werten.
Der abflachende 20-Tage EMA signalisiert eine Konsolidierung auf kurze Sicht, obwohl sein erhöhtes Niveau weiterhin die Aufwärtstrend-Tendenz rahmt. Ein entscheidender täglicher Schlusskurs über 1,3591 könnte die Gewinne in Richtung des Höchststands vom 4. Februar bei 1,3733 ausweiten, während wiederholte Ablehnungen das Paar in einer Handelsspanne halten würden.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.