Der Währungsstratege Lee Hardman von MUFG sieht zunehmende Belastungen für den japanischen Yen durch politische Risiken im Vorfeld der Parlamentswahl in Japan. Das Währungspaar Dollar/Yen ist über die Marke von 157,00 gestiegen, gestützt von Erwartungen, dass die regierende Koalition ihre Mehrheit ausbauen wird. Dies habe zu erneuten Yen-Verkäufen geführt, obwohl eine jüngste Auktion japanischer Staatsanleihen (JGBs) auf eine höhere Nachfrage hindeutete. Nach Einschätzung Hardmans dürfte das politische Umfeld weiteren Verkaufsdruck auf Yen und JGBs begünstigen.
„Die erneuten Yen-Verkäufe wurden gestern durch die Veröffentlichung einer weiteren Meinungsumfrage aus Japan verstärkt, die darauf hindeutet, dass die regierende Koalition auf gutem Weg ist, ihre Mehrheit im Unterhaus deutlich auszubauen.“
„Die Umfrageergebnisse haben die Markterwartungen gefestigt, dass Ministerpräsidentin Takaichi ein starkes Mandat erhalten wird, um ihre ‚reflationäre‘ Wirtschaftspolitik fortzusetzen. Dies lieferte einen neuen Impuls für beliebte Takaichi-Trades und begünstigte weitere Verkäufe des Yen und japanischer Staatsanleihen.“
„Allerdings gab es über Nacht auch positive Nachrichten für japanische Staatsanleihen. Die jüngste Auktion 30-jähriger JGBs stieß auf eine stärkere Nachfrage.“