Der japanische Yen (JPY) gewinnt während der asiatischen Sitzung am Donnerstag etwas positive Dynamik gegenüber einem insgesamt schwächeren US-Dollar (USD) zurück und korrigiert einen Teil des Rückgangs vom Vortag, der ein fast dreimonatiges Tief erreicht hatte. Spekulationen, dass die japanischen Behörden eingreifen würden, um eine weitere Schwäche der heimischen Währung zu stoppen, sowie die hawkishe Haltung der Bank of Japan (BoJ) erwiesen sich als Schlüsselfaktoren, die den JPY stützten. Der USD hingegen bleibt nahe einem vierjährigen Tief, das am Dienstag erreicht wurde, angesichts von Wetten auf eine weitere geldpolitische Lockerung durch die US-Notenbank (Fed), und übt einen gewissen Verkaufsdruck auf das USD/JPY-Paar aus.
Die JPY-Bullen scheinen jedoch zögerlich zu sein, da Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Gesundheit Japans im Hinblick auf die aggressiven Ausgaben- und Steuerkürzungspläne von Premierministerin Sanae Takaichi bestehen. Darüber hinaus trägt die politische Unsicherheit vor der vorgezogenen Wahl am 8. Februar und ein insgesamt positiver Risikoton dazu bei, die Gewinne des sicheren Hafens JPY zu begrenzen. Dies wiederum hilft dem USD/JPY-Paar, sich um etwa 50 Pips von dem Tages-Tief zu erholen, da die Händler nun auf die Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA warten, um neue Impulse zu erhalten. Die Marktaufmerksamkeit wird sich dann auf die neuesten Verbraucherpreisdaten aus Japans Hauptstadt Tokio richten, die am Freitag veröffentlicht werden.
Das nächtliche Scheitern, über der Marke von 154,00 Akzeptanz zu finden und die Ablehnung nahe dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA), begünstigt die USD/JPY-Bären. Die genannte Marke nähert sich auch einem horizontalen Unterstützungsbruchpunkt und sollte als entscheidender Wendepunkt für kurzfristige Händler fungieren. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie liegt unter der Signallinie und unter null. Das Histogramm weitet sich auf der negativen Seite aus und verstärkt das Abwärtsmomentum. Der Relative Strength Index (RSI) bei 33 signalisiert ein gedämpftes Momentum nahe dem überverkauften Bereich.
In der Zwischenzeit steigt der 100-Tage-SMA weiterhin und unterstreicht den breiteren Aufwärtstrend, obwohl das USD/JPY-Paar darunter bleibt und eine bärische kurzfristige Neigung beibehält. Da der Preis unter dem steigenden Durchschnitt begrenzt ist, bleiben Erholungen begrenzt und der Weg des geringsten Widerstands zeigt kurzfristig nach unten. Ein täglicher Schlusskurs über dem Durchschnitt könnte den Druck verringern und den Ton ändern, aber ein anhaltend negativer MACD und ein RSI, der im niedrigen 30er-Bereich verankert ist, würden die Verkäufer weiterhin kontrollieren.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.