Der Silberpreis handelt am Dienstag volatil, nachdem er am Montag seine Gewinne ausgebaut hat, unterstützt durch erhöhte geopolitische Spannungen. Der Handelskrieg der USA mit seinen Verbündeten hat während des Tages den "Sell America"-Handel neu entfacht. Das XAG/USD handelt bei 108,00 USD, nachdem es von den täglichen Tiefstständen von 103,00 USD abgeprallt ist, und ist moderat um 0,05% gestiegen.
Das technische Bild von Silber zeigt den parabolischen Aufwärtstrend, aber es scheint, dass die Käufer an Schwung verlieren, nachdem sie am Montag nahe 118,00 USD einen Anstieg verzeichneten. Am Ende des Tages lag der Schlusskurs jedoch bei 103,89 USD und bildete einen "riesigen Shooting Star", eine bärische Kerze mit einem oberen Schatten von 13,00 USD.
Es ist erwähnenswert, dass der Relative Strength Index (RSI) zwar Anzeichen zeigt, dass die Käufer die Kontrolle behalten, sich jedoch von der Preisbewegung divergiert. Letztere hat aufeinanderfolgende Serien höherer Hochs erreicht, im Gegensatz zum RSI, der niedrigere Hochs registriert. Daher droht eine negative Divergenz und könnte den Weg für ein Retracement ebnen.
Für eine bullische Fortsetzung müssen die Händler 110,00 USD überwinden, damit sie auf höhere Preise hoffen können. Andernfalls droht ein Pullback, der sich verschärfen könnte, wenn die Silberpreise unter die Marke von 100,00 USD fallen.
In diesem Fall wäre die erste Unterstützung für XAG/USD das tägliche Tief vom 23. Januar bei 96,14 USD, gefolgt vom Swing-Tief vom 21. Januar bei 90,46 USD.

Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.