Gold über $5.200: Rekordjagd geht weiter – Fed-Entscheid rückt in den Mittelpunkt
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Gold markiert am Mittwoch den achten Gewinntag in Folge und zieht in der Asien-Session über $5.200 auf neue Allzeithochs.
Safe-Haven-Zuflüsse, Sorgen um die Fed-Unabhängigkeit und Zinssenkungserwartungen in den USA stützen – eine spürbare USD-Erholung bremst bislang kaum.
Vor dem Ergebnis der zweitägigen FOMC-Sitzung dürfte die nächste Richtungsentscheidung vor allem über Tonlage und Ausblick der Fed fallen.
Gold (XAU/USD) setzt seine Rekordrally am Mittwoch fort und schiebt sich in der asiatischen Handelssitzung über die Marke von $5.200. Treibende Kraft bleibt eine Mischung aus politischer und geopolitischer Unsicherheit, die Kapital in klassische Absicherungsassets lenkt. Zusätzlich erhält das zinslose Edelmetall Rückenwind durch die wieder aufflammende Debatte um die Unabhängigkeit der US-Notenbank sowie durch Erwartungen, dass die US-Zinsen perspektivisch sinken könnten.
Bemerkenswert: Selbst eine „ordentliche“ Erholung des US-Dollars – nach einem Rückgang bis auf ein Vierjahrestief – reicht bislang nicht aus, um den Aufwärtsdrang im Gold spürbar zu dämpfen. Das spricht für einen Markt, der nicht nur auf kurzfristige Dollar-Schwäche setzt, sondern stärker auf den übergeordneten Risiko- und Vertrauenskanal reagiert. Dazu passt auch, dass anhaltende Zentralbankkäufe, steigende Investmentnachfrage und eine stärkere Allokation in Nicht-Dollar-Assets die Bewegung zusätzlich unterfüttern.
Der Blick richtet sich nun auf die Fed: Das Ergebnis der zweitägigen FOMC-Sitzung dürfte für neue Impulse sorgen – nicht nur über die Entscheidung selbst, sondern vor allem über die Kommunikation, die den nächsten Zinspfad prägt und damit den USD (und indirekt XAU/USD) steuert.
Daily Digest Market Movers: Safe-Haven-Story bleibt dominant
Die kurzfristige Eskalation der Reibungen zwischen den USA und der NATO – ausgelöst durch Donald Trumps ambitioniertes Ziel, Grönland zu erwerben – hat zuletzt Fragen nach der Belastbarkeit des Bündnisvertrauens aufgeworfen. Zusammen mit dem anhaltenden Russland-Ukraine-Krieg und handelsbezogenen Unsicherheiten liefert das den Nährboden für die ausgeprägten Safe-Haven-Ströme, die Gold seit Anfang der vergangenen Woche nach oben treiben.
Dazu kommt die handelspolitische Flanke: Trump warf Kanada vor, potenziell als Einfallstor für chinesische Waren in die USA zu dienen, und stellte einen 100%-Zoll auf kanadische Importe in Aussicht, falls Ottawa ein Handelsabkommen mit China verfolgen sollte. Kanadas Premier Mark Carney sagte, Kanada habe keine Absicht, ein Freihandelsabkommen mit China anzustreben. Das Wiederaufflammen von Handelskriegssorgen spielt dem Edelmetall in die Karten.
Geopolitisch bleibt die Lage ebenfalls angespannt: In den von den USA vermittelten Gesprächen in Abu Dhabi zog Russland in den Friedensverhandlungen mit der Ukraine zuletzt eine harte rote Linie. Die trilateralen Gespräche endeten am Samstag ohne Ergebnis, nachdem die Ukraine Russlands Forderung zurückgewiesen hatte, zur Beendigung des bald vier Jahre andauernden Krieges die gesamte Donbas-Region abzutreten.
Auf der geldpolitischen Seite verschärft sich die Unsicherheit zusätzlich: Trump sagte am Dienstag, er werde bald seinen Kandidaten für den nächsten Fed-Vorsitz bekanntgeben, und prognostizierte sinkende Zinsen, sobald der neue Chair übernimmt. Das trifft auf ohnehin wachsende Markterwartungen, dass die US-Notenbank die Kreditkosten 2026 zwei weitere Male senken könnte – ein Mix, der den US-Dollar zuvor auf den niedrigsten Stand seit Februar 2022 gedrückt hatte. Am Mittwoch erholt sich der USD in der Asien-Session zwar spürbar, da Marktteilnehmer vor dem Fed-Entscheid Positionen anpassen – im Zentrum bleibt jedoch die Pressekonferenz, in der Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell erfahrungsgemäß die Volatilität erhöhen und Gold kurzfristig „anschieben“ oder ausbremsen können.
Technischer Blick: Aufwärtskanal intakt – aber überkauft, Momentum kühlt ab
Charttechnisch bleibt der Aufwärtstrend über einen steigenden Kanal unterlegt: Der ascending channel ab $4,696.64 stützt die Struktur, auf der Oberseite liegt Widerstand nahe $5,274.38. Der MACD bleibt klar positiv (MACD-Linie über Signallinie, beide über Null) und signalisiert weiterhin bullisches Grundmomentum. Allerdings beginnt das Histogramm zu schrumpfen – ein klassischer Hinweis, dass der Schub an der Oberkante nachlassen kann.
Der RSI bei 77 (überkauft) mahnt ebenfalls zur Vorsicht: Die Rally kann weiterlaufen, aber der Markt ist reif für eine Phase, in der Tempo aus dem Trend genommen wird – entweder über Seitwärtskonsolidierung oder über flachere Rücksetzer.
Sollte XAU/USD tatsächlich eine Pause einlegen, liegt die erste relevante Auffangzone an der Kanalunterkante bei $5,096.12. Solange dieser Bereich hält, bleibt die Serie höherer Tiefs intakt. Ein sauberer Ausbruch über die obere Kanalbegrenzung würde den Aufwärtstrend verlängern; eine Zurückweisung dort würde eher für eine Konsolidierung in Richtung der unteren Bandzone sprechen. Unterm Strich bleibt das Kanalbild bullisch – mit tendenziell begrenzten Rücksetzern, solange die Struktur nicht bricht.
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