NZD/USD fällt in Richtung 0,6000, nachdem es sechsmonatige Höchststände erreicht hat

Quelle Fxstreet
  • NZD/USD zieht sich zurück, nachdem es am Dienstag ein Sechs-Monats-Hoch von 0,6051 erreicht hat.
  • Die Fed wird voraussichtlich die Zinsen bei 3,50%–3,75% unverändert lassen nach ihrer zweitägigen Sitzung am Mittwoch.
  • Der neuseeländische Dollar stärkte sich, da festere Inflationsdaten die Erwartungen an eine mögliche Zinserhöhung der RBNZ später in diesem Jahr anheizten.

NZD/USD stoppt seine Gewinnserie, die am 16. Januar begann, und wird während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch um 0,6010 gehandelt. Das Paar gibt nach, während der US-Dollar (USD) sich erholt, nachdem er im vorherigen Handel über 1% verloren hatte, da sich die Händler vor der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve (Fed) positionieren.

Die Federal Reserve wird voraussichtlich die Zinsen bei 3,50%–3,75% stabil halten nach ihrer zweitägigen Sitzung am Mittwoch, nach drei aufeinanderfolgenden Senkungen im Jahr 2025. Die Aufmerksamkeit wird auf die Pressekonferenz nach der Sitzung gerichtet, um Hinweise auf den zukünftigen geldpolitischen Kurs zu erhalten.

Die Erzählung „Sell America“ dominiert weiterhin die Stimmung, während der US-Dollar-Index (DXY) auf den niedrigsten Stand seit Februar 2022 fällt. Jonas Goltermann, stellvertretender Chefökonom für Märkte bei Capital Economics, sagte, der Rückgang des Dollars sei hauptsächlich durch Berichte bedingt, dass das US-Finanzministerium eine direkte Währungsintervention in Betracht ziehe. In der Zwischenzeit sagte Präsident Donald Trump, der Wert des USD sei „groß“, Kommentare, die den Verkaufsdruck auf die Währung verstärkten.

Statistics New Zealand berichtete, dass die jährliche Verbraucherinflation im vierten Quartal auf 3,1% gestiegen ist, was über dem Zielbereich der Zentralbank liegt. Die festeren Inflationsdaten stärkten die Erwartungen an eine mögliche Zinserhöhung der RBNZ später in diesem Jahr.

Die Märkte warten nun auf die Handelsdaten Neuseelands für Dezember am Donnerstag, die voraussichtlich ein gedämpftes Gleichgewicht zeigen werden. In China, Neuseelands engstem Handelspartner, werden die PMI-Daten für Januar im Fokus stehen, nachdem die starken Werte für das verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungen im Dezember veröffentlicht wurden.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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